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Zurich baut in der Schweiz 750 Jobs ab

VERSICHERUNGEN ⋅ Nachdem der Versicherungskonzern Zurich eine Verschärfung des Sparprogramms kommuniziert hatte, ist jetzt klar: 8000 Stellen von den weltweit rund 55'000 werden gestrichen. In der Schweiz fallen insgesamt 750 Stellen dem Rotstift zum Opfer.

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2015 liegt dem Versicherungskonzern Zurich schwer auf. Gewinn und Umsatz gingen drastisch zurück. Der Konzern konkretisiert darum sein bereits angekündigtes Sparprogramm. 8000 Stellen sind betroffen - 750 davon in der Schweiz. (Keystone, 11.02.2016)

In der Schweiz hat Zurich im Moment laut Firmenangaben rund 5000 Mitarbeiter. Auch hier werden laut Aussagen von Firmenchef ad Interim Tom de Swaan auf einer Medienkonferenz rund 15 Prozent der Stellen bis 2018 abgebaut. Das heisst, zu dem bisher bekannt gegebenen Abbau von 300 Arbeitsplätzen kommen weitere 450 Stellen hinzu.

Von den weltweit rund 55'000 Stellen werden 8000 bis 2018 abgebaut. Das entspricht rund 15 Prozent der derzeitigen Belegschaft. Einzelne Stellenstreichungen wie 500 Personen in Deutschland, 440 Mitarbeiter in Grossbritannien und rund 300 Stellen in der Schweiz waren bereits früher bekanntgegeben worden.

Die Zurich-Versicherung muss weltweit 8000 Stellen abbauen, allein 750 in der Schweiz. Der Grund ist der massive Einbruch bei Umsatz und Gewinn. Wirtschaftsjournalist Lukas Hässig analysiert die Gründe. (Keystone, 11.02.2016)

Bereits im vergangenen Jahr hatte Zurich angekündigt, bis 2018 über eine Milliarde einsparen zu wollen und hatte einen Stellenabbau in verschiedenen Ländern in Aussicht gestellt.

Dieser Stellenabbau steht vor dem Hintergrund, dass der Zurich Versicherungskonzern am Morgen schlechte Jahresergebnisse kommuniziert hatte. Deshalb soll das Kostensparprogramm verschärft werden. Mit Effizienzmassnahmen will der Konzern zumindest den relativen Kostensteigerungen entgegenwirken.

Der operative Gewinn war im abgelaufenen Geschäftsjahr um fast 40 Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar eingebrochen. Der Reingewinn 2015 ging um rund 50 Prozent auf zirka 1,8 Milliarden Dollar zurück. (sda)

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