Schindler reduziert Beteiligung an Also – Komplettrückzug geplant

EBIKON ⋅ Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler hat Anteile am IT-Distributor Also verkauft. Die Beteiligung sank von rund 28 auf knapp 10 Prozent. Schindler will bei Also weiter vollumfänglich aussteigen.

Grund für den Rückgang ist der anhaltende Umtausch der durch Schindler emittierten Wandelanleihe in Also-Aktien, wie die beiden Unternehmen am Donnerstag mitteilten.

Im Zug der Reduktion werde der Aktionärsbindungsvertrag zwischen Schindler und einer Tochterfirma der Droege International Group (Special Distribution Holding), die 51,3 Prozent an Also besitzt, nun aufgelöst, heisst es weiter. Zuletzt meldete die Gruppe noch einen gemeinsamen Anteil von gut 66 Prozent. Mit der Aufhebung des Aktionärsbindungsvertrag entfielen auch vertraglich vorgesehene Minderheits- und Vertretungsrechte von Schindler, wie es weiter heisst.

Der Vertrag war im Rahmen des Zusammenschlusses der einstigen Schindler-Tochter Also und der deutschen Actebis im Januar 2011 geschlossen worden. Mit ihm wurden die Verhältnisse der Beteiligung von damals mehr als 81 Prozent an der neuen gemeinsamen Gesellschaft vertraglich geregelt.

Im Mai 2013 gab Schindler Umtauschanleihen in Namenaktien für Also mit einem Emissionsvolumen von 218 Millionen Franken und einer Laufzeit bis am 5. Juni 2017 aus. Aktuell liege der Nominalwert dieser Umtauschanleihen noch bei 77 Millionen Franken, heisst es in der Mitteilung von Schindler. Somit habe sich die Beteiligung von 28,2 auf 9,9 Prozent reduziert.

sda


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