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Vom Pannen-Poili bis zu Christa Rigozzi

Der Fasnachtssonntag bescherte Giswil den etwas anderen Jahresrückblick. Lokale und globale Grössen bekamen ihr Fett weg.

Alle Jahre wieder biegen sich am unteren südlichen Ende des Sarnersees die Balken. Der Giswiler Fasnachtsumzug ehrte seinen Ruf mit kreisenden Motorsägen, originellen Wagenbauten und lauten Seitenhieben auf das vergangene Jahr. Mit etwas gemässigteren «Tätsch» und «Peng» als auch schon, aber nicht weniger aufwendig, präsentierten die Einheimischen ihr Schaffen auf dem Weg durch das Dorf.

25 Nummern hat es am Fasnachtsumzug am Sonntag in Giswil zu bestaunen gegeben. (Bilder: Robert Hess/Neue OZ)

Stammgast aus der Nachbargemeinde ist der Pannen-Poili, heuer mit Halbmast und sieben Meter Schnee vor Ort. Aus dem schönen Büel kommen derart viele Ideen – vielleicht sollte das Fasnachtskomitee sich dereinst mit einem Publikumspreis bedanken. Aber auch die Fischer aus dem Paradies lungerten in Giswil und frönten ihrem Hobby – Patente wurden fleissig verkauft, Forellen und gar Tintenfische machten die Angler glücklich. So viel Gratiswerbung freut den Tourismusdirektor, auch wenn er auf weitere Fassleichen verzichten kann.

Die grössten Schweizer Talente 

Ganz lokal blieben die Tobel-Hexen: Dem Bahnhöfler wanden sie ein Kränzchen für sein ausgefallenes (Kinder-)Ess-Angebot und die gewagte Selbstbetitelung in einem Inserat als «schlechteste Beiz». Es wurde aber nicht nur vor der eigenen Haustüre gewischt. Das die Zürcher ihren Stromausfall mit dem jüngsten Tag verwechselten, wurde lautstark ausgekostet – wo doch in der Weltstadt stets «d Sunne schiint». 

Apropos Sonne: Dem Himmelspförtner war nicht nach Feiern zu Mute – oder er lachte sich gerade Tränen, man weiss es nicht genau. Der Stimmung tat dies aber keinen Abbruch, motivierte im Gegenteil zu mehr Bewegung. Schliesslich war auch der Klimawandel ein Thema, die Eurokrise zu Gast, und aus der Stanserhorner Cabriobahn konnte man das bunte Treiben mit Panorama-Rundumsicht verfolgen. Komödianten, Marktschreier, Bastler und Schausteller – die grössten Schweizer Talente kommen zweifelsohne aus der Region. 

Dass dazwischen nicht so viel Werbung wie auf RTL gezeigt wird, stört den Bobo und den Kilchsberger wohl kaum. Das unausgesprochene Schlusswort überlassen wir aber der Christa Rigozzi: «Das finde ich aber luuschdig.» Das finden wir auch.

Urs-Ueli Schorno

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