Allzeit die richtige Unterstützung

FREIAMT ⋅ Der Regionalplanungsverband Oberes Freiamt und die Pro Senectute Muri setzen gemeinsam mit den Alters- und Gesundheitsinstitutionen der Region die Projekte «DaHeim» und «Drehscheibe» um.
10. Februar 2018, 12:36

Cornelia Bisch

cornelia.bisch@zugerzeitung.ch

Die Vision «Gesundes Freiamt» verfolgt das Ziel, pflege- und betreuungsbedürftigen Menschen jederzeit die richtige Unterstützung zu vermitteln. Ermöglicht wird dies durch die Projekte «DaHeim» und «Drehscheibe», welche ab Anfang März 2018 das Spital Muri mit den Pflegeheimen und den Spitex-Organisationen im Oberen Freiamt vernetzen.

«Beim Projekt ‹DaHeim› handelt es sich um eine Bestandesaufnahme der Angebote der fünf Alters- und Pflegeheime der Region», erklärt Hanspeter Budmiger, Präsident der Fachgruppe Alter und Gesundheit des Regionalplanungsverbandes Oberes Freiamt. «Die Leitungsteams haben sich zusammengesetzt und analysiert, welche Angebote vorhanden sind, welche auf einzelne Standorte konzentriert werden können und welche allenfalls neu geschaffen werden müssen. Man hat sich die Frage gestellt, wo macht was Sinn, und wo ist welcher Patient am besten aufgehoben», so Budmiger. Auf diese Weise sei eine übergreifende Zusammenarbeit zwischen den Heimen entstanden.

«Das Projekt ‹Drehscheibe› ist aus dieser Zusammenarbeit entstanden.» Dabei handelt es sich um eine zentrale Anlaufstelle, welche von den Angestellten der Pro Senectute Muri betreut wird. «Die ausgebildete Pflegefachfrau Sofia Mancanyadis wird ab dem kommenden März Anfragen kompetent beantworten und die Klienten an die richtige Stelle weitervermitteln», führt Budmiger aus. Wer also beispielsweise wissen möchte, welche Angebote es in der Region für demenzkranke Patienten gibt, muss nicht langwierige Recherchen anstellen, sondern erkundigt sich einfach bei der Drehscheibe.

«Es ist wichtig, dass eine kompetente Pflegefachperson die Anrufe entgegennimmt», betont Budmiger. «Sie kennt nicht nur die Angebote der Institutionen, sondern stellt auch die richtigen Fragen und kann so beurteilen, wo und wie – stationär oder ambulant – der Klient am besten aufgehoben ist.» Auf diese Weise schafft man Verbindlichkeiten und entlastet gleichzeitig die Institutionen von der Auskunftspflicht. Es werden Fehlplatzierungen verhindert und dadurch langfristig Kosten gespart. Vor allem aber erspart man den Betroffenen ein langwieriges Hin und Her von einer Institution zur nächsten. Ausserdem organisieren die Fachleute der Drehscheibe Massnahmen zur Aktivierung, damit das Leben nach einem Spitalaufenthalt zu Hause wieder möglich wird. «Es besteht ein Vertrag zwischen der Pro Senectute und des Regionalplanungsverbandes (Repla) Oberes Freiamt. Es war uns wichtig, keine eigene Geschäftsstelle zu schaffen, sondern Parallelstrukturen zu nutzen und die Kosten damit so tief wie möglich zu halten», sagt Budmiger.

13'000 Franken Budget jährlich

Getragen wird das Projekt von den fünf Alters- und Pflegeheimen, den zwei Spitex-Organisationen und dem Spital Muri sowie der Repla. «Mit 13000 Franken Budget jährlich sind die Kosten sehr gering.» Vergleiche mit ähnlichen Organisationen in den Nachbarkantonen hätten ergeben, dass diese teilweise sehr professionell arbeiteten, jedoch mit sehr viel höherem Kostenaufwand. Die Vision Gesundes Freiamt wird schrittweise umgesetzt – inhaltlich wie geografisch. Weitere Projekte werden sich aus den Bedürfnissen der beteiligten Partner ergeben.

Hinweis

Das Projekt Drehscheibe wird per 1. März aktiv. Kontakt unter 056 670 00 07 oder drehscheibe @ gesundes-freiamt.ch


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