Der Verkehr soll künftig flüssiger rollen

MURI ⋅ Wegen Belagsschäden muss der Kreisel im Zentrum saniert werden. Das nutzt der Kanton, um gleichzeitig die Kapazität zu erhöhen.
20. Dezember 2017, 07:33

Es ist eine viel befahrene Stelle im Klosterdorf, die zu Spitzen­zeiten an ihre Kapazitätsgrenze stösst. Der Kreisel im Zentrum von Muri verbindet die Aarauer- und die Luzernerstrasse und fasst laut Erhebungen des Kantons durchschnittlich zirka 13'000 Autos pro Tag. Der zentrale Verkehrsknoten in Muri soll nun saniert und mit einer neuen Verkehrsführung versehen werden. Dies teilte das Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau kürzlich mit.

Der Fahrbahnbelag und die Randabschlüsse der Inseln seien in einem sehr schlechten Zustand, heisst es. Es sei vorgesehen, die Kreiselfahrbahn und die Inselabschlüsse möglichst zeitnah, das heisst im Herbst 2018, und somit vor dem definitiven Kreiselausbau (dieser erfolgt schätzungsweise in sieben bis zehn Jahren), in Stand zu stellen.

Versuchsbetrieb mit einem «Turbokreisel»

Im selben Zusammenhang soll der Kreisel so weit angepasst werden, dass das zukünftige Verkehrsregime als Versuchsbetrieb mit einem sogenannten Turbokreisel eingeführt werden kann. Dabei wird die Kreiselfahrbahn so aufgeteilt, dass eine zusätz­liche Fahrspur im Kreisel selbst entsteht. Damit könne eine Leistungssteigerung von zirka 10 bis 15 Prozent erreicht werden, heisst es in der Mitteilung. Daher bietet es sich an, den Kreisel­innenring und die Fussgängerschutzinseln geringfügig anzupassen, damit das künftig geplante Kreiselregime bereits nach der Belagssanierung in Betrieb genommen werden kann. Durch den Versuchsbetrieb kann das neue Regime überprüft und gegebenenfalls im Hinblick auf den definitiven Ausbau weiter optimiert werden.

Das Projekt wird in sechs Etappen realisiert. Die Arbeiten werden unter Berücksichtigung der Verfahren im Sommer 2018 beginnen und voraussichtlich im Dezember 2018 abgeschlossen sein. «Durch ein straffes Bauprogramm sollen die Behinderungen minimiert werden», schreibt der Kanton. Für den Bau des Kreisels ist eine einspurige Verkehrsführung mit Lichtsignalregelung vorgesehen, zusätzlich wird in den Spitzenzeiten ein Verkehrsdienst eingesetzt. Das wichtigste Ziel sei es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, sagte Marius Büttiker, Leiter Sektion Strasse 2 beim Departement Bau, Verkehr und Umwelt, gegenüber der «Aargauer Zeitung». So würden die Fussgängerübergänge bestehen bleiben, alle mit einer Mittelinsel. Ausserdem würden die Lichtverhältnisse verbessert. Gewährleistet bleiben die Versorgungsroute für den Schwerverkehr und die Anbindung an das Radwegnetz. Ein Landerwerb ist nicht notwendig. (red)


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