Der Wettbewerb ist im Gange

OBERRÜTI ⋅ Acht Teams sind daran, ein Projekt zur Erweiterung der Schule auszuarbeiten. Der Gemeinderat hofft derweilen, dass es im Eiltempo vorwärtsgeht.
11. November 2017, 09:39

Acht Planungsteams beschäftigen sich gegenwärtig mit einem Projekt, das der Gemeinde Oberrüti schon viel Kopfzerbrechen bereitet hat: die Schulraumerweiterung. Schon einige Erweiterungsprojekte sind an der Gemeindeversammlung gescheitert. Dass etwas getan werden muss, bezweifeln allerdings weder die Schule selber noch die Einwohner oder der Gemeinderat: Der Schulraum ist knapp, das Gebäude sanierungsbedürftig und die Turnhalle schon lange an der Kapazitätsgrenze. Diesen Mai kam der Wendepunkt: Der Planungskredit von 300000 Franken wurde von der Stimmbevölkerung gutgeheissen.

Gerade noch rechtzeitig, denn bis zum Schuljahr 2020/21 werden nicht wie bisher angenommen 159 Schulkinder erwartet, sondern 199. Damit wäre die Kapazität der Turnhalle erreicht und Turnstunden müssten nach Sins oder Dietwil ausgelagert werden. Zudem wird auch die Anzahl der Kindergartenkinder zunehmen. «Aufgrund steigender Schülerzahlen und neuer pädagogischer Konzepte hat die Schulpflege festgestellt, dass zusätzlicher Schulraum benötigt wird», erklärt Frau Gemeindeammann Franziska Baggenstos. Geplant ist nun ein Erweiterungsbau. Dieser soll eine Doppelturnhalle, zwei Schulzimmer, einen kindgerechten Aussenraum und einen kombinierten Hartplatz umfassen.

Noch ist Geduld angesagt

Kurz nach der Sommergemeinde hat die Gemeinde eine öffentliche Ausschreibung lanciert. «Darauf sind erfreulicherweise viele qualitativ hochstehende Bewerbungen und zahlreiche Nachwuchsbewerbungen eingegangen», so Baggenstos. Ein Preisgericht, bestehend aus Vertretern der Gemeinde, der Schule und externer Fachpersonen hat aus den 63 eingereichten Bewerbungen acht Teams ausgewählt und zur Einladung empfohlen. Diese arbeiten nun unter Hochdruck an ihren Vorschlägen. Bis Mitte März 2018 müssen sie diese dann einreichen. Das Preisgericht wird anschliessend ein Siegerprojekt küren. «Der Platz ist begrenzt, wir sind auf die Ergebnisse sehr gespannt», meint Baggenstos. Wie die Wettbewerbsteilnehmer mit der Aufgabe zurechtkommen und die Vorgaben umsetzen, davon wird sich auch der Oberrüter Gemeinderat erst nach Abschluss der Planungsphase ein Bild machen können. «Wir müssen uns noch etwas gedulden und abwarten.»

Das gilt auch in Bezug auf die finanzielle Belastung, die mit der Sanierung auf die Gemeinde zukommt. «Wir konnten keine finanziellen Vorgaben machen und haben einfach auf die Wirtschaftlichkeit, die für uns als kleine Gemeinde gewährleistet sein muss, hingewiesen», erklärt sie und ergänzt: «Mit Kosten von rund 7 Millionen Franken müssen wir wohl schon rechnen.» Einen Grossteil davon macht die geplante Doppelturnhalle aus. Das letzte Wort beim Kreditantrag hat dann aber wieder das Oberrüter Volk. «Wir haben die Hoffnung, dass wir den Kredit im nächsten Winter zur Abstimmung bringen und es dann zügig weitergeht.» Baubeginn könnte bereits 2019 sein und der Einzug pünktlich auf das Schuljahr 2020/21 anstehen. «Im Idealfall hätten wir dann kein grosses Platzproblem. Es müsste allerdings auch alles reibungslos laufen.»

 

Carmen Rogenmoser

carmen.rogenmoser@zugerzeitung.ch


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