«Langweid» soll einen Schritt weiter

SINS ⋅ An der kommenden Gemeindeversammlung wird die Bevölkerung über ein grosses Strassenprojekt orientiert. Die Planung für ein wichtiges Gebiet soll voranschreiten.
18. November 2017, 08:27

Wenn sich die Stimmberechtigten am 22. November in der Mehrzweckhalle Ammannsmatt treffen, geht es zu Beginn um ein grosses Strassenprojekt: die Südwestumfahrung Sins. Der Gemeinderat lädt zur öffentlichen Orientierung über den Planungs- und Projektstand. Der Leiter Strassenbau des Kantons werde anwesend sein und auch Fragen beantworten, informiert die Gemeinde in der Vorlage zur Versammlung.

Im Anschluss dürfen die Stimmberechtigten über insgesamt acht Traktanden befinden. Drei Geschäfte sind dabei näher zu betrachten: Zum einen können die Sinser über einen Kredit von 470 000 Franken für die Planung und Projektierung des Baulands Langweid bestimmen. Zum anderen soll die Sportanlage Letten für 1,7 Millionen Franken saniert und die Umgebung angepasst werden. Des Weiteren dürfen die Sinser dem Gemeinderat die Kompetenz zum Verkauf des ehemaligen Schulhauses Alikon erteilen. Die Parzelle von insgesamt 1138 Quadratmeter Land plus Gebäude möchte der Gemeinderat zu einem Mindestpreis von 700 000 Franken verkaufen (Ausgabe vom 31. Oktober 2017). Als Grundlage dient der Gemeinde die in Auftrag gegebene Liegenschaftsbewertung. Der Verkaufspreis würde der Gemeinde einen Buchgewinn auf dem Finanzvermögen von 472 000 Franken bescheren und wird in der Erfolgsrechnung 2018 verbucht.

Langweid unterliegt Gestaltungsplanpflicht

Die Entwicklung des Gebietes Langweid, das zwischen dem Ortszentrum Oberdorf im Osten und dem Ortsteil Freudenberg im Westen liegt, will der Gemeinderat anpacken. Er beantragt einen Kredit für die Planung und Projektierung, um einen Gestaltungsplan auszuarbeiten. Denn für das Areal besteht Gestaltungsplanpflicht. Die Gemeinde ist im eingezonten Gebiet Langweid grösstenteils Eigentümerin und «kann die Entwicklung des noch unüberbauten Gebiets lenken», schreibt die Gemeinde in der Vorlage. Folgende Zielvorgaben sind definiert: «Der Gestaltungsplan sorgt für eine verdichtete, zeitgemässe Wohnform mit attraktiven und individuellen Aussenräumen.» Gegenüber der westlich angrenzenden Wohnüberbauung sei ein mindestens 30 Meter breiter Grünkorridor freizuhalten. Die Erschliessung soll ab der Freudenbergstrasse über eine «Wohnstrasse» erfolgen.

Rasen dient Vereinen und Schule als Sportplatz

Auch die Sportanlage Letten soll in einer ersten Etappe für 1,7 Millionen Franken saniert werden. Der Masterplan ist in drei Etappen aufgeteilt. Die erste umfasst das Hauptspielfeld mit der 100-Meter-Laufbahn. Diese Anlagen wurden 1985 erstellt und seien sanierungsbedürftig, ist der Vorlage zu entnehmen. Das Sanierungsprojekt kann weitgehend unabhängig von der Südwestumfahrung saniert werden. Der Rasen dient der Schule und den Vereinen als Sportplatz. Gleichzeitig soll das Spielfeld auf die vorgeschriebenen Mindestmasse des Fussballverbandes angepasst werden. Das Clubhaus beim Spielfeld soll weiterhin bestehen bleiben. (mua)

Hinweis

Die Gemeindeversammlung findet am Mittwoch, 22. November, ab 20 Uhr in der Mehrzweckhalle Ammannsmatt statt.


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