Ohne Fleiss kein «S’Eis»

SINS ⋅ Auf dem Tennisplatz Bachtal haben die Hobby-Federers den Schlittschuhläufern Platz gemacht. Samstagnachmittags flitzt hier Jung und Alt über das 450 Quadratmeter grosse Eisfeld.
09. Januar 2018, 04:39

«Nur dank aktiven OK-Mitgliedern und grossem Zuspruch von Sponsoren kam dieses Projekt zustande. Die ehrenamtlichen Helfer haben sich mit viel Energie und Herzblut eingesetzt und neben ihren 100-Prozent-Jobs viele Stunden freiwillige Arbeit geleistet», sagt Yvonne Notter-Hertlein, Gemeinderätin von Sins und OK-Präsidentin. Herausfordernd seien aktuell die hohen Präsenzzeiten für den Betrieb und dessen Unterhalt. «Lehrpersonen und Schüler betreiben das synthetische Eisfeld während der Öffnungszeiten, dazu kommen Abendanlässe mit Apéros, Eisstockschiessen und die Vermietung des Eisfelds für andere Schulen», fügt Notter an. Synthetische Eisfelder bestehen aus Kunststoffplatten und benötigen weder Kälte noch Strom.

Lars Weibel, Beirat und Türöffner findet es toll, dass die Gemeinde Sins ein Projekt wie «S’Eis» umsetzen konnte. «Aus dem Hockeysport weiss man, dass es zu wenig Eisflächen gibt in der Schweiz», so der ehemalige Eishockeyprofi. Zudem freue er sich, dass man dies mit einem sozialen Projekt kombinieren konnte.

Tatsächlich finden sich auch einige Teenager am Rand des Feldes, die sich mit Hockeyschlägern unermüdlich Pucks zupassen.

Das breite Angebot lockt überregional

Monica Schad ist aus Mühlau angereist. «Ich bin schon lange nicht mehr Schlittschuh gefahren und bin heute dem Junior zuliebe gekommen», sagt sie und steigt tapfer auf die synthetischen Platten. Trotz langer Pause scheint es Freude zu machen: «Nächstes Mal komm ich mit dem Frauenbund!» Junior Alain saust mit Freunden im Kreis herum, obwohl: «Ein echtes Eisfeld wäre besser, da rutscht man weniger», findet der 12-Jährige.

Auch Lena und ihr elfjähriger Bruder Janis sind mit ihrer Mami da. Die Achtjährige hält sich an einem schlitternden Zubehör fest. «Ich gucke den beiden lieber zu, als selber zu fahren», sagt deren Mutter Fabienne Schmidt und lacht. Sie seien aus Auw hergefahren und werden bestimmt noch ein weiteres Mal herkommen, bevor das Eisfeld für dieses Jahr schliesse. «Ich finde es ganz toll hier», fügt Janis an.

Meistens ist das Feld während der Öffnungszeiten von 20 bis 40 Personen besetzt. «Abends kommen dann die Firmen und Vereine für gemütliche Apéros mit Eisstockschiessen», sagt Notter.

Bis am 21. Januar bleibt die Fläche für begeisterte Wintersportler offen. Zudem soll «S’Eis» kein einmaliges Projekt bleiben. «Ideen für eine Fortsetzung sind vorhanden», verrät die OK-Präsidentin. Erst wolle sie aber die gewonnenen Erfahrungen auswerten und schauen, wie es weitergehen könnte.

Sabina South

redaktion@zugerzeitung.ch

Hinweis

Am 13. Januar (18-22 Uhr) gibt es eine Eisdisco.

Die regulären Öffnungszeiten:

Mittwoch 14-18 Uhr

Samstag 14- 20 Uhr

Sonntag 11-17 Uhr


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