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Stahlträger soll Statikproblem beheben

LUZERN ⋅ Der Gemeinderat von Weggis hat bei der Sanierung des Pavillons am See eine neue Lösung gesucht und gefunden. Das Volk stimmt am 5. Mai über eine 608'000 Franken teure Sanierung ab.

Vor einem Jahr wies die Gemeindeversammlung das Projekt und den Kredit von 230'000 Franken für eine Deckenheizung und eine bessere Fundation des Pavillons an den Gemeinderat zurück. Eine Arbeitsgruppe hat nun eine neue Vorlage ausgearbeitet.

Die Sanierungsvariante sieht vor, das Dach mit einem Stahlträger zu verstärken. Die Last muss mit einer Zusatzstütze, im Bereich der sogenannten Box, dem Infrastrukturraum hinter der Bühne des Pavillons, aufgefangen werden. Ebenfalls müssen zwei bestehende Pfeiler mit Mikropfählen verstärkt werden (siehe Grafik). Bei den Flachdacharbeiten eingerechnet ist ein neues Bitumendach mit Gefällsdämmung, das extensiv begrünt wird. Damit soll verhindert werden, dass das Holzdach etwa bei Schneelast im schlimmsten Fall einbricht. Die Kosten belaufen sich auf 608‘000 Franken.

Gemäss einer Mitteilung des Gemeinderates gewährleistet diese Variante die Sicherheit, ist rechtlich unproblematisch, kann im Herbst realisiert werden und weist in Bezug auf Ästhetik und Nutzbarkeit nur kleine Einschränkungen auf. Die Variante gewährleiste eine nachhaltige Sanierung und entspreche dem, was die Stimmberechtigten vor einem Jahr gefordert haben, teilt der Gemeinderat mit.

Bezahlen muss die Mängel die Gemeinde selber. Die Garantieansprüche gegenüber der Ingenieurfirma seien nach fünfjähriger Frist erloschen, schreibt der Gemeinderat.

Die ursprüngliche Mängelrüge wurde erst an die falsche Adresse, nämlich ans Subunternehmen der Ingenieursfirma, gerichtet. Die Rüge an die richtige Adresse erfolgte dann aber 26 Tage zu spät. Eine Mediation verlief aus Sicht der Gemeinde erfolglos.

Der Pavillon auf dem Weggiser Kurplatz wurde 2007 eröffnet. Er bietet Platz und Unterschlupf für Konzerte, Aufführungen und Feste. Im vergangenen Jahr wurde festgestellt, dass das 420 Quadratmeter grosse Dach durchhängt. Zur Sicherheit wurden provisorische Stützen angebracht.

HINWEIS
Die Gemeindeversammlung stimmt am 4. Mai über die Sanierungsvariante ab. Eine Arbeitsgruppe hatte insgesamt noch drei weitere Sanierungsvarianten vorgelegt.

rem/sda

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