Neues Betriebsreglement für Flugfeld genehmigt

BEROMÜNSTER ⋅ Auf dem Flugfeld Beromünster darf künftig mehr als ein Helikopter stationiert werden. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat ein neues Betriebsreglement bewilligt. Die Zahl der maximal möglichen Flugbewegungen bleibt bei 20'000.

Das BAZL genehmigte ein 2012 vom Flugplatzbetreiber eingereichtes Gesuch unter Auflagen, wie das Bundesamt am Dienstag mitteilte. Es hat Beschwerden von rund zwei Dutzend Einsprechern, darunter Anwohnern und Naturverbänden, abgelehnt.

Künftig darf die Flubag Flugbetriebs AG gleichzeitig mehrere Helikopter in Beromünster stationieren. Die Beschränkung im Reglement auf nur einen Helikopter wurde aufgehoben.

Gleichzeitig müssen Flugzeuge, die Fallschirmspringer befördern, neu neben der Gemeinde Neudorf auch Beromünster grosszügig umfliegen. Zudem will die Flugfeldbetreiberin mit einer neuen Anflugroute für Helikopter die Lärmbelastung von Anwohnern reduzieren.

Aktivitäten nur auf einer Piste

In seiner Genehmigung machte der Bund aber auch Auflagen. So verfügte er, dass aus Sicherheitsgründen auf der Segelflug- und der Motorflugzeugpiste nicht gleichzeitig Flugaktivitäten stattfinden dürfen. Diese liegen weniger als 150 Meter voneinander entfernt.

Die Zahl der maximalen Flugbewegungen werden durch das neue Betriebsreglement nicht angetastet. Die Grenze wurde 2010 in einer privatrechtlichen Vereinbarung zwischen den Gemeinden und der Flubag auf maximal 16'000 Starts- und Landungen, davon maximal 1800 Bewegungen mit Helikoptern, begrenzt.

Heute zählt das Flugfeld rund 10'000 Flugbewegungen pro Jahr. Gemäss Reglement wären bis zu 20'000 Bewegungen möglich.

Anwohner, Naturverbände und die Gemeinde hatten sich aus Umwelt- und Sicherheitsbedenken gegen das neue Reglement gewehrt. Sie befürchteten mehr Flugbewegungen und mehr Lärm, unter anderem den Zuzug einer Helikopterschule.

Asphaltierung ist vom Tisch

Die Verfügung des Bundes ist noch nicht rechtskräftig. Sie kann innert 30 Tagen beim Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen angefochten werden.

Vom Tisch ist nach wie vor eine Asphaltierung der Graspiste in Beromünster. Die Flugfeld-Betreiberin hatte das Baugesuch 2013 wegen politischen Widerstands zurückgezogen.

Die Flubag wollte die 510 Meter lange Graspiste durch eine 20 Meter kürzere Hartbelagpiste ersetzen. Der Kanton und die Stadt Luzern als Grundstückeigentümer sowie die Gemeinde Beromünster lehnen eine Asphaltierung aber unter anderem aus Umweltschutzgründen ab. (sda)


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