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Busspur-Verlängerung zeigt erste Wirkung

LUZERN ⋅ Die Stadt Luzern stuft die verlängerte Busspur auf der Pilatusstrasse als Erfolg ein. Die Busse sind in der Stosszeit eine Minute schneller am Bahnhof als zuvor. Das neue Regime führt aber auch zu Rückstaus.

In der Stadt Luzern ist im September 2014 auf der stark befahrenen Pilatusstrasse eine durchgehende Bussspur geschaffen worden. Die Busse seien in der Hauptverkehrszeit zwischen 17 und 18 Uhr durchschnittlich eine Minute schneller am Bahnhof, teilte die Stadt zusammen mit dem Kanton Luzern, dem Verkehrsverbund Luzern und dem Gemeindeverband Luzern Plus am Montag mit.

Das neue Busregime hat aber auch zur Folge, dass die Autos nicht mehr von der Pilatusstrasse zum Bahnhof und zum KKL Luzern abbiegen können. Sie sind gezwungen, via Pauluskirche-Bundesplatz-Zentralstrasse zu fahren.

Gemäss der Polizei, die in unregelmässigen Abständen Kontrollen macht, haben sich noch nicht alle Autofahrer an die neue Situation gewöhnt. Besonders Autofahrer, die nur gelegentlich nach Luzern kommen, hätten noch nicht realisiert, dass sie von der Pilatusstrasse nicht mehr zum Bahnhof und zum KKL abbiegen dürfen, so die Polizei.

Moosstrasse: 6 Prozent Mehrverkehr

Auf der Moosstrasse hat der Verkehr um 6 Prozent statt der erwarteten 15 Prozent zugenommen, was rund 300 Fahrzeugen entspricht. Die Fahrzeuge von der Moosstrasse können seit dem Umbau besser in die Bundesstrasse einbiegen. Der Rückstau in der Moosstrasse habe dadurch reduziert werden können, schreibt die Stadt. Trotz der Mehrbelastung hat sich der Rückstau auf der Zentralstrasse in Fahrtrichtung Bahnhof nicht vergrössert.

Obwohl er im Hinblick auf das neue Verkehrsregime umgestaltet worden ist, rollt der Verkehr am Bundesplatz aber noch nicht optimal. Staus gibt es vor allem auf der Bundesstrasse. Der Rückstau reiche zeitweise bis zum Paulusplatz zurück, weshalb sich die Verlustzeiten der Richtung Bahnhof fahrenden Busse der Linie 1 in dort um durchschnittlich 30 Sekunden erhöht hätten, schreibt die Stadt.

Änderungen beim Bundesplatz

Um den Verkehrsfluss zu verbessern, werden im Mai 2015 am Bundesplatz deshalb Anpassungen vorgenommen. Die heute einspurige Ausfahrt beim Bundesplatz in die Bundesstrasse soll wieder zweispurig werden. Dazu muss der Fussgängerstreifen über die Bundesstrasse um fünf Meter vom Kreisel weg verschoben und mit einer Mittelinsel versehen werden. Die Zufahrt von der Bundesstrasse zum Bundesplatz soll künftig nur noch einspurig statt wie bisher zweispurig sein. Dies schafft Platz für eine eigene durchgehende Spur von der Bundestrasse Richtung Langensandbrücke. Zur Verbesserung der Querung von der Neustadtstrasse zur Winkelriedstrasse erhalten Velofahrer zudem in der Strassenmitte der Bundesstrasse eine Mittelinsel.

sda/rem

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Leserkommentare (26)
  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 05.02.2015 12:55

    Was für ein Witz - man kann sich ja auch selber belügen. Was daran ist denn ein Erfolg? Der Mehrverkehr in den Quartieren? Die Mehrbussen durch die eigentlich nicht zu unrecht rechts abbiegenden? Nichts als eine Schikane und der Versuch der Verkehrsbehinderung ist das! Wer kann einen solchen Blödsinn entscheiden?? Hoffentlich zeigen die Wähler an der Urne ihre "Wertschätzung" für solchen Blödsinn"

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 05.02.2015 09:52

    Die Busse wären viel pünktlicher wenn die Passagiere vernünftiger wären. Sieht ein Passagier eine Person von weit her auf den Bus rennen (also ob es der letzte Bus des Jahres wäre) so drückt einer im Bus den Türknopf und blockiert die offene Türe. Fazit: der Bus kann nicht pünktlich wegfahren und verliert wertvolle Fahrzeit. Buspassagiere: Zeitig die Busbenützung planen! So blockiert ihr nicht die Wegfahrt eines Busses und diese ist dann bedeutend pünktlicher.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 03.02.2015 06:19

    Wie kann man so kurzsichtig sein wie Herr Borgula. Es hat jeder Mensch gesehen, dass die Einsparung des öffentlichen Verkehrs nur ca. 1 Minute ist mit dieser Busspur. Die Negativseite steht im Neustadtquartier mit dem Mehrverkehr. Aber dass die Politiker so uneinsichtig agieren verstehe ich nicht. Wir werden wohl bei den Wahlen im Herbst etwas ändern müssen.

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    geschrieben am 03.02.2015 12:15
    als Antwort auf das Posting von Hugo Ottiger, Luzern am 03.02.2015 06:19

    Hoffentlich wird sich im Herbst auch etwas ändern. Das ganze System von Herrn Borgula funktioniert nicht auch der Bypass Luzern wird ein Verkehrschaos auslösen / geben. Dafür wurden schon hunderte Millionen nur für die Planung ausgegeben. Zürich musste auch in den "Sauren Apfel" beissen. Den Verkehr loszuwerden mit Schikanen funktioniert nicht. Es werden trotzdem alle mit dem Auto noch in die Stadt gehen. VBL muss diesbezüglich auch was ändern, es gibt viel zu viele Busse am Bahnhof Luzern. Warum schickt man einen Bus auf Menziken wenn auch ein Zug da hoch geht und das ist mit 10 anderen Linien zu vergleichen. Es sind eher grössere Busbahnhöfe in der Umgebung sinnvoll wie am Bahnhof Luzern...

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    geschrieben am 03.02.2015 16:38
    als Antwort auf das Posting von Roman Frey, Kriens am 03.02.2015 12:15

    Werter Herr Frey. Sie müssen mir einmal erklären, wenn Sie mir der Bahn von Luzern nach Menziken wollen wo Sie da durch fahren. Vielleicht über Rothenburg, Rain, Beromünster oder eher via Zofingen oder Zürich. Sie müssen nich die Buse die über Land fahren anzweifeln, sondern jene die in der Stadt LU sind und immer via Bahnhof müssen. Das macht keinen Sinn, alles andere ist einfach Schwachsinnig!!!!

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    geschrieben am 02.02.2015 19:38

    Natürlich zeigt es Wirkung: In Form von andauernd verstopften Strassen für den Autofahrer und nach wie vor geregelte Bußgeldeinkommen für die Rennleitung resp. Unserer Stadt. Luzern, irgendwie clever...😎
    Ich meide deswegen mit meinen Karren "Downtown Luzern" bereits seit langer Zeit. Unfassbar was da sprichwörtlich abgeht.

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    geschrieben am 02.02.2015 19:24

    Moosstrasse: 6% Mehrverkehr = 300 Autos - nur in welcher Zeit? Pro Stunde? Pro Tag? Erfolge sehen für mich eigentlich anders aus...

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    geschrieben am 02.02.2015 18:16

    Dieses Resultat war ja zu erwarten! Oder glaubt hier jemand, dass unsere super Verkehrsplaner eine Fehlplanung zugeben würden?
    Die nächsten Wahlen kommen bestimmt, denn nur so lässt sich was ändern!

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    geschrieben am 02.02.2015 17:42

    Hauptverkehrsachse durch eine 30er-Zone leiten und von Erfolg sprechen... das verstehe ich nicht so ganz..,

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    geschrieben am 02.02.2015 17:31

    Wenn zu den Stosszeiten 100 Personen in jedem Bus mitfahren, hilft diese 1 Minute sehr vielen etwas. Und mit jeder Minute weniger Fahrzeit, fahren mehr Personen mit dem öV. Es darf nicht vergessen werden, wie viel ein effizienter öV zur Verkehrsentlastung beiträgt. Man stelle sich das Verkehrschaos vor, wenn alle öV- und Velo-Fahrer je allein mit einem Auto unterwegs wären. Und nebenbei: Gemessen an den Gesamtkosten (inkl. Gesundheitsausgaben), welche das Autofahren verursacht, ist Autofahren nach wie vor zu günstig.

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    geschrieben am 02.02.2015 17:13

    Stefan Meier; Wissen Sie überhaupt, dass eine genaue Zeitangabe gar nicht möglich ist, denn je nach Einsteigeort, können 1 oder auch 20 Personen einsteigen. Wo bleibt dann diese Minute? Zudem, wenn jemand eine Person zum Bahnhof bringen muss, nicht alle können den öffentlichen Verkehr benutzen, so verliert er nicht eine Minute, sondern es können 10 Minuten sein. Zuderm werden ja die Strassen zur Hauptsache vom privaten Verkehr finanziert oder der wird laufend schikaniert.

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    geschrieben am 03.02.2015 08:21
    als Antwort auf das Posting von Josef Hofstetter, Horw am 02.02.2015 17:13

    Guten Tag Herr Hofstettler. Es könnte durchaus sein, dass ich sehr viel mehr weiss, als Sie zu wissen glauben...
    Das wichtige beim öffentlichen Verkehr ist gerade die Zuverlässigkeit und Einhaltung des Fahrplans, damit die Reise mit dem ÖV eben planbar ist. Mit dem Auto ist dies eben etwas anspruchsvoller und überfordert viele Verkehrsteilnehmende. Würden diese auf den (planbaren) ÖV umsteigen, hätten alle weniger Probleme...

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    geschrieben am 03.02.2015 16:42
    als Antwort auf das Posting von , am 03.02.2015 08:21

    Werte Herr St. Meier. (Diese Passage wurde von der Redaktion entfernt) Was das für Irrsinn Kosten verursacht wenn sie Umwege machen müssen, nur dass Sie und Herr Borgula mit dem ÖV oder Fahrrad möglichst einfach zum Bahnhof kommen. Ich frage mich schon was solche Personen das Recht gibt, so etwas zu veranlassen.

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    geschrieben am 03.02.2015 18:55
    als Antwort auf das Posting von Johann- K. Bohnenblust, Luzern am 03.02.2015 16:42

    Diese Frage ist ganz einfach zu beantworten: Das "Recht" begründet sich mit der Förderung der flächeneffizienten Verkehrsmittel (in diesem Fall insbesondere des Busverkehrs) in einer Stadt, in welcher der Platz sehr knapp ist. Es freut mich, wenn ich Ihnen mit diesem Hinweis weiterhelfen konnte.

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    geschrieben am 02.02.2015 15:06

    Hahaha... die Stadt Luzern stuft es als Erfolg ein...
    Wenn man den Schleichverkehr durch die Quartiere, den Mehrverkehr durch die Moostrasse, das Puff am Bundesplatz, den Zeitverlust des Individualverkehr, usw. einfach ignoriert, kann man das Ganze natürlich durchaus als Erfolg verbuchen!

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    geschrieben am 02.02.2015 14:13

    Wie kann man einen solchen gesteuerten Unsinn publizieren. Von Bewährung sehe ich keine Spur. Nur eine weitere Schikane für die Automobilisten. Die Busspur Richtung Bahnhof wird vom öffentlichen Verkehr während max 15 Minuten pro Stunde benutzt und davon ist diese Busspur für den Durchgangsverkehr der Linien 1 und 2 absolut sinnlos. ES wäre zu schön, wen bei den nächsten Wahlen endlich fähige Leute in die Stadtregierung und auch die Kantonsregierung gewählt würden.. Dies ist aber eher ein Traum!!!

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 02.02.2015 13:35

    So ein Schwachsinn darf man auch nur öffentlich kommunizieren, wenn man weiss das keine Konsequenzen folgen. Eine dilettantischere Verkehrspolitik als in Luzern ist wirklich kaum mehr zu überbieten. Hauptverkehrsachsen werden gekappt und durch verkehrsberuhigte 30er Zonen geführt (Moosstrasse), die Verkehrsführung am Bundesplatz wird alle 2 Jahre abgeändert, Abzweigungen aufgehoben (Langensand) Inseln gebaut, Sperrflächen gemalt usw. Es wäre sinnvoll endlich ein zeitgemässes Gesamtverkehrskonzept mit allen Konsequenzen zu entwerfen, anstatt permanent Steuergelder für Interessenpolitik zu verschwenden.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 02.02.2015 11:28

    "eine Minute schneller" ......

    Lachen oder weinen?

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 02.02.2015 12:57
    als Antwort auf das Posting von James Leroy, Luzern am 02.02.2015 11:28

    und 30 Sekunden davon wieder verloren....und dafür das ganze Theater:-(

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    geschrieben am 02.02.2015 14:23
    als Antwort auf das Posting von Hans R. Schürmann, Adligenswil am 02.02.2015 12:57

    Von der Minute Fahrzeitgewinn proftieren aber noch viel mehr Buslinie - nämlich alle welche auf der Pilatusstrasse Richtung Bahnhof fahren. Und das sind bekanntlich nicht wenige! Und wenn man den Zug dank der Minute Gewinn nicht mehr verpasst, kann der effektive Gewinn plötzlich noch viel viel grösser werden...

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 02.02.2015 19:46
    als Antwort auf das Posting von , am 02.02.2015 14:23

    Werte Herr Meier. Träumen Sie weiter. Aber vermutlich gehören Sie zur selben Partei, wie diejenigen die das veranlasst haben.

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    geschrieben am 03.02.2015 08:31
    als Antwort auf das Posting von Johann- K. Bohnenblust, Luzern am 02.02.2015 19:46

    Und übrigens Herr Bohnenblust: Ich bin parteilos... zwinkern

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 03.02.2015 16:47
    als Antwort auf das Posting von , am 03.02.2015 08:31

    noch viel schlimmer, also einmal so und einmal so! Eine krumme Linie ist auch eine Linie. Einfach so, egal von wo der Wind kommt, einfach wie die Fahne!!!!

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 03.02.2015 18:52
    als Antwort auf das Posting von Johann- K. Bohnenblust, Luzern am 03.02.2015 16:47

    Das kann Ihnen eher nicht passieren, denn in so einer kleinen Welt wird es kaum genug Wind geben, um Ihre Fahne umzuschwenken...

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 03.02.2015 08:16
    als Antwort auf das Posting von Johann- K. Bohnenblust, Luzern am 02.02.2015 19:46

    WerteR (!) Herr Bohnenblust. Ich bedaure, dass Sie offenbar keine Träume mehr haben und stetes das Negatvie anstelle des Guten zu sehen scheinen...

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 03.02.2015 16:44
    als Antwort auf das Posting von , am 03.02.2015 08:16

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