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Stadt Luzern erhält elektronische Busspur

STRASSENVERKEHR ⋅ In Luzern wird erstmals eine elektronische Busspur realisiert. Diese soll es den Bussen ermöglichen, den Stau auf der Spitalstrasse zu überholen. Der Stadtrat beantragt dazu dem Parlament einen Kredit von 3,1 Millionen Franken.

Auf der Achse Kreuzstutz-Kantonsspital-Rosenberg kommt es in den Stosszeiten regelmässig zu Staus. Der Stadtrat will in zwei Etappen die Situation für den öffentlichen Verkehr und die Velofahrer verbessern, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Bericht und Antrag an den Grossen Stadtrat hervorgeht.

Die erste Etappe umfasst die Etappe vom Kantonsspital bis zum Kreisel Kreuzstutz. Das Spital wird mit neuen Bushaltestellenstandorten direkter erschlossen. Zudem wird talwärts Richtung Kreuzstutz eine elektronische Busspur realisiert.

Wenn der Stau eine gewisse Länge erreicht hat, kann der Buschauffeur diese Busspur anfordern. Die in der Gegenrichtung verkehrenden Autos werden gestoppt, so dass die Gegenfahrbahn frei wird und der Bus den Stau überholen kann.

Oft über zehn Minuten verspätet

Gemäss Stadtrat erhalten die Busse heute zwischen dem Kantonsspital und dem Kreuzstutz Verspätungen von oft über zehn Minuten. Die Verlustzeiten könnten auf dem 400 Meter langen Abschnitt dank der elektronischen Busspur auf wenige Minuten reduziert werden.

Die Rotphase, während der der bergwärts vom Kreuzstutz Richtung Kantonsspital fahrende Verkehr gestoppt wird, dauert gemäss Stadtrat rund 70 Sekunden. Für bergwärts fahrende Velos wird ein Rad-Gehweg erstellt. Dazu wird das Trottoir verbreitert. Talwärts wird ein neuer Radstreifen erstellt, und das Trottoir wird verschmälert.

Die Realisierung einer baulichen und permanenten Busspur hat der Stadtrat aus Kostengründen verworfen. Elektronische Busspuren gibt es in der Schweiz noch nicht viele. Die neuste Anlage sei 2015 in Zug in Betrieb genommen worden, schreibt der Stadtrat.

Die Massnahmen sollen ab Sommer 2016 realisiert werden. Die Kosten werden auf 3,1 Millionen Franken veranschlagt. Der Bund wird davon via Agglomerationsprogramm 0,9 Millionen Franken übernehmen.

Hinweis: Funktioniert die Busspur in Zug oder nicht? Lesen Sie dazu den Artikel in der Neuen Zuger Zeitung vom 15. Juni.

Der Stadtrat will den Bus auf der Spitalstrasse Richtung Kreuzstutz während der Stosszeiten mit einer elektronischen Busspur beschleunigen. Damit werden auch die Voraussetzungen geschaffen, um das Busangebot auszubauen. (Tele 1, 05.01.2016)

(sda)

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Leserkommentare (9)
  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 06.01.2016 07:40

    Die VBL-Busse kommen sich ja bereits selber in die Quere. Es wird wohl spannend werden wie diese Problematik gelöst wird

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 05.01.2016 20:20

    Bravo Herr Strich so sehe ich es auch.
    MfG

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 05.01.2016 17:23

    Und wieder einmal beweisst der Stadtrat von Luzern, dass er keine Ahnung von Verkehrspolitik hat und auch nicht haushalten kann - eigentlich nichts neues.

    Die Spitalstr. ist ausserhalb der Ferien ab ca. 16:30 Uhr in BEIDEN Richtungen vollkommen überlastet; Busse könnten gar nicht die Gegenfahrbahn benutzen.

    Der Rettungsdienst kommt schon heute, trotz Blaulicht, in den Spitzenzeiten nicht mehr richtig durch, denn die VBL-Busse blockieren auf Grund der baulichen Massnahmen an Haltestellen den gesamten Verkehr auf der Spitalstr.

    Neue Strassen müssen wir in der Stadt Luzern gar nicht bauen. Man muss nur ALLE Strassen wieder für das benutzen, für das sie mit Steuergeldern gebaut wurden: den Verkehr (und nicht nur für wenige privilegierte Anwohner, die diese Privileg oftmals gar nicht wollen). Beispiele: Bramberg, Libellenstr.

    Am 01.05.2016 sind Wahlen - es ist an der Zeit den GESAMTEN Stadtrat zu ersetzen !

    Luzerner Stadtrat - konzeptionslose Verkehrspolitik seit mindestens 1958 !

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 05.01.2016 13:23

    Die Idee hat Potential. Ich hoffe nur, man schenkt den Fussgängerstreifen genügend Beachtung. Die Busse fahren schliesslich auf der falschen Strassenseite, und könnten querende Fussgänger überraschen. Nicht ganz ungefährlich.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 05.01.2016 13:04

    Luzern extrem ! Man nimmt dem Individualverkehr immer mehr Strassenfläche weg und stielt das nötige Geld für den Umbau dem Automobilisten. Neue Strassen werden keine gebaut. Aber wenn man sich das gefallen lässt .... Wo ist da der TCS ? Der sagt lieber ja zum Tiefbahnhof.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 05.01.2016 14:27
    als Antwort auf das Posting von Ulrich K Schweizer, Sursee am 05.01.2016 13:04

    Antwort auf das Posting von Ulrich Schweizer Sursee:
    Wo wollen sie denn in der Stadt Luzern neue Strassen bauen ?

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 05.01.2016 11:32

    Wer bezahlt eigentlich diese Kosten von über 3 Millionen Franken, welche den Privatverkehr weiter einschränkt. Sind die privaten Autofahrer und die Buspassagiere nicht gleichberechtigt. Oder hat die Stadt trotz grossem Defizit neue Ideen, wie die Autofahrer weiter abgezockt werden können?

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    geschrieben am 05.01.2016 13:26
    als Antwort auf das Posting von Josef Hofstetter, Horw am 05.01.2016 11:32

    Herr Hofstetter, in vielen Autos sitzt nur eine Person. Was ist nun wichtiger im Stau?

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 05.01.2016 16:15
    als Antwort auf das Posting von Hanspeter Schäli, Sachseln am 05.01.2016 13:26

    Herr Schäli
    Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass der Autofahrer wieder mal bezahlt und gleichzeitig hinten anstehen muss. Nebenbei frage ich mich auch, wie der Umbau dieser 400m über 3 Mio kosten kann?

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