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133 Fussgängerstreifen für 1,2 Millionen Franken

VERKEHRSSICHERHEIT ⋅ Die gefährlichsten Fussgängerstreifen in der Stadt Luzern sollen sicherer werden. Der Stadtrat beantragt dem Parlament zur Sanierung von 133 Fussgängerquerungen 1,2 Millionen Franken. Insgesamt sind 360 Fussgängerstreifen sanierungsbedürftig.

In der Stadt Luzern gibt es über 700 Fussgängerstreifen. 500 liegen auf Gemeindestrassen und fallen damit unter die Zuständigkeit der Stadt, wie der Stadtrat in seinem am Donnerstag veröffentlichten Bericht und Antrag schreibt.

Eine Untersuchung zeigte, dass mehr als die Hälfte der kommunalen Fussgängerstreifen, nämlich 360, technische Mängel hat. Bei mehr als jedem Dritten dieser Fussgängerquerungen, nämlich 133, sind die Mängel gemäss Stadtrat so gross, dass sich eine rasche Sanierung aufdrängt.

Bei den anderen mangelhaften Fussgängerstreifen ist eine Sanierung nach Einschätzung des Stadtrates weniger dringlich. Sie sollen im Laufe von ordentlichen Strassensanierungen oder im Rahmen von kombinierten Projekten realisiert und finanziert werden.

Aus verschiedenen Blickwinkeln beurteilt

Um herauszufinden, welche mangelhaften Fussgängerstreifen prioritär saniert werden sollen, beurteilte die Stadt diese anhand von fünf Kriterien. Diese waren die Verkehrsunfälle beim Fussgängerstreifen, die festgestellten technischen Mängel, die Verkehrsbelastung, die Existenz von Schulen, Heimen oder Touristenattraktionen in der näheren Umgebung sowie Wahrnehmungen aus der Bevölkerung.

Ein Teil der Massnahmen sind aufwendig, andere können einfacher realisiert werden. Der Bericht und Antrag führt etwa als Massnahmen den Grünschnitt, Markierungen und Signalisationen, das Entfernen mobiler Hindernisse wie Container, aber auch bauliche Massnahmen wie der Bau von Schutzinseln oder Belagsarbeiten auf.

Gemäss Stadtrat ist der volkswirtschaftliche Nutzen von Investitionen in die Verkehrssicherheit gross. Diese sei zudem eine Voraussetzung dafür, dass die Menschen dazu animiert werden könnten, zu Fuss zu gehen oder das Velo zu benutzen.

Luzern hatte 2012 bei einem vom Bundesamt für Strassen Astra durchgeführten Städtevergleich zur Verkehrssicherheit schlecht abgeschnitten. In keiner Stadt gab es, umgerechnet auf 50'000 Einwohner, mehr Verkehrsunfälle und Unfälle mit Fussgängern als in Luzern.

Auch wenn die Vergleichsstädte unterschiedliche Voraussetzungen hätten, so sei die Tatsache unbestritten, dass sich in der Stadt Luzern überdurchschnittlich viele Verkehrsunfälle ereigneten, schreibt die Stadtregierung. (sda)

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Leserkommentare (8)
  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 30.01.2015 09:09

    ich wäre auch für Signalisationen bei den Fussgängerstreifen: Telefonieren während dem Begehen des Fussgängerstreifens hebt den Vortritt auf. Damit würde man die Sicherheit schon massiv erhöhen und zudem würden diese Träumer bei einem Schaden dann noch zur Kasse gebeten. Aber für die Grünen-Roten sind ja sowieso alle Bürger in der Stadt nur zum flanieren da. Also überall 20er Zonen.
    Rolf Albisser, Luzern

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 30.01.2015 01:03

    Sie sollen doch vor dem eigentlichen Fussgängerstreifen noch einen Zebrastreifen auf den Boden pinseln. In Grün! Dann kann sich der arme, geplagte, kopfhörerbeplankte, komplett Abwesende "Wanderer" frühzeitig und langsam darauf einstellen. Ne oder? Echt jetzt...? Das hat die Welt noch nicht gesehen. 1,2 Mille für eine weitere ganz tolle Idee unserer netten Grünen Spachteln. Unfassbar. Ich freue mich auf die Sujets der Fasnacht 2015 grinsen

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    geschrieben am 29.01.2015 17:14

    Die 2 Fussgängerstreifen vor dem Schulhaus Unterlöchli haben keine technischen Mängel sie sind inexistent, sie wurden bei der Einbringung des Fertigbelages "wegrationalisiert"... vielleicht werden diese ja nun wieder angebracht - es wäre den vielen Schülern sehr zu gönnen und alle vor Ort würden das sehr begrüssen!

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    geschrieben am 29.01.2015 14:44

    zwei tafeln an jedem streifen aufstellen mit der aufschrift "vorsicht, verkehr, gefährlich", "das lichtsignal gilt auch für fussgänger" und "blickkontakt suchen, dann laufen - vortritt erzwingen verboten" hätte einiges weniger gekostet. für einen unfall braucht es zwei, auch wenn der eine nach gesetz falsch handelt. der zweite hat auch laut gesetz dafür zu sorgen, dass der schaden minimiert wird. ich stelle mir die frage: "er hat mich nicht gesehen, laufe ich und beharre auf meinen vortritt" oder "im sommer will ich gerne wieder wandern gehen, zu fuss, ohne rollstuhl und bleibe halt 5-10s stehen"

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    geschrieben am 29.01.2015 11:10

    es hat auch viele Fussgängerstreifen zu viel!! Beispiele: Schwanenplatz die neuen und warum hat es beim Bahnhofplatz, Kasernenplatz Fussgängerstreifen trotz Unterführung. Sind die Fussgänger zu faul diese zu benützen? Es bremst zusätzlich noch den rollenden Verkehr inkl. Radfahrer die ja gleichwohl bei Rot durchfahren ( einige ) aber egal Hauptsache es hat welche.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 29.01.2015 12:04
    als Antwort auf das Posting von Johann- K. Bohnenblust, Luzern am 29.01.2015 11:10

    mit kinderwagen oder rollstuhl diese unterführung benützen? mitdenken bitte.

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    geschrieben am 29.01.2015 14:21
    als Antwort auf das Posting von Hanspeter Meyer, Emmenbrücke am 29.01.2015 12:04

    @ Herr Meyer. Frage ist wer denkt! Beim Bahnhofplatz hat es unter dem alten Durchgang einen Lift, sowie wenn sie ins BH Gebäude reinkommen hat es auch einen! ahhhh. Beim Schwanenplatz hatte es bereits einen Fussgängerstreifen ups. Aber bei unserer Stadtregierung erstaunt mich ja rein gar nichts mehr. Ich würde vorschlagen bei Bahnhof noch einen zu machen da wo die Pilatusstr. herkommt etwa höhe Globus.

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    geschrieben am 29.01.2015 14:54
    als Antwort auf das Posting von Johann- K. Bohnenblust, Luzern am 29.01.2015 14:21

    Besser noch eine 20km/h "Begegnungszone" vom Kasernenplatz bis Allmend bis Maihof bis Verkehrshaus. Aber auch dann wär für die rot(h)-grünen Träumer immer noch nicht Schluss; Hand drauf.

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