Erfolgreich auf dem Mittelweg

LUZERN ⋅ Luzern wähle nicht das Extreme, sondern mit Erfolg den Weg der Mittelmässigkeit. Dies erklärte der Präsident des Luzerner Kantonsrates, Franz Wüest (CVP), am Montag bei der Eröffnung des Parlamentsjahres 2015.

Wüest fragte sich, ob Luzern - "das Land der Mitte" - die Schweiz im Kleinen sei. Geografisch habe Luzern alles, was die Schweiz ausmache. Luzern liege fast in der Mitte der Schweiz, und es sei weder bieder noch extravagant.

Luzern sei Mittelmass, sagte Wüest, und betonte, dass dies nicht abwertend gemeint sei. Auch politisch lohnt sich gemäss Wüest das Mittelmass. Es müsse dort immer wieder der Konsens gefunden werden.

Der Kantonsratspräsident zitierte in seiner Rede Friedrich Nietsche, der gesagt hat, dass Mittelmässigkeit die glücklichste Maske sei, die der überlegene Geist tragen könne. Tatsächlich müsse Luzern den Vergleich mit den anderen Kantonen nicht scheuen.

Wüest stellte nicht in Abrede, dass es in Luzern auch negative Punkte gebe. Das Wachstum der letzten Jahre fordere Tribut. Auch die Finanzlage lasse sich nicht Schönreden.

Die Luzernerinnen und Luzerner stünden nicht für das Extreme, sondern sie gingen meist den Mittelweg - und dies mit Erfolg, lautete das Fazit von Wüest.

Hinweis: Die Rede von Franz Wüest in voller Länge »

(sda)


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