Fahrleitung ade: Hochschule setzt auf Batterie-Bus

LUZERN ⋅ Neun Millionen Franken soll die Verlängerung der Buslinie 1 bis zum Bahnhof Ebikon kosten. Eine neue Technologie könnte sie zwar überflüssig machen – doch der Verkehrsverbund ist skeptisch.

Das von der Hochschule Luzern entwickelte «Energy Pack» ist eine Batterie, die sich am Trolleybusnetz auflädt und auch die Bremsenergie nutzt, die bislang grösstenteils ungenutzt verloren ging. Dank dem neuen System können Busse bis zu 20 Kilometer ohne Fahrleitung fahren – bis nach Ebikon wären es rund drei.

Getestet wird die Batterie in St. Gallen, dort will man damit den Ausbau der Infrastruktur am Bahnhof umgehen und 4 Millionen Franken sparen. Der Verkehrsverbund Luzern dagegen hingegen hält am Bau der Fahrleitungen fest. Das neue System sei noch nicht betriebserprobt und serienreif, zudem wird die Wirtschaftlichkeit in Frage gestellt. Die Hochschule allerdings ist überzeugt, dass die Lösung zukunftsweisend ist und auch rasch für den Alltagseinsatz bereit gestellt werden könnte.

Lena Berger

 


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