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Fasnacht hat das Städtli im Griff

WILLISAU ⋅ Mit einem ohrenbetäubenden Knall wurde gestern in Willisau die Fasnacht gestartet. Im Städtli ging es rüdig und fetzig zu und her.

Ernesto Piazza

Punkt sieben hatte das Warten für die vielen Fasnächtler in und um Willisau wieder ein Ende: Die fünfte Jahreszeit meldete sich gestern Abend eindrücklich zurück. Die verschiedenen Fasnachtsgruppen zogen vom Untertor in Richtung Kirchentreppe. Neben den fünf Guuggenmusigen und den Mitgliedern der Karnöffelzunft durften die einheimischen Brauchtumsfiguren natürlich auch nicht fehlen. Das Stadttier mit dem Nachtwächter zog genauso durchs Städtli wie die Enzilochmannen. Teils elegant, dann wieder eher flapsig, tänzelten sie mit ihren Besen durchs Städtchen.

  • Fasnachtseröffnung Willisau
  • Fasnachtseröffnung Willisau
  • Fasnachtseröffnung Willisau

Mit einem ohrenbetäubenden Knall wurde am Freitag in Willisau die Fasnacht gestartet. Im Städtli ging es rüdig und fetzig zu und her.

Im Zeichen von «Happy landing»

Ein Genuss für Ohren und Augen waren die fünf einheimischen Guuggenmusigen. Allen voran die Wegere-Güüsser, die in diesem Jahr das 40-jährige Bestehen feiern. Aber auch die Schlössli­ruugger mit ihrem Motto «Seilschaft mer störze nor zäme ab!» oder die «scho rot» zelebrierenden Napfruugger zeigten sich genauso von ihrer besten Seite wie die Ringligüüsser und Let’s Fetz.

Mit dabei unter den Zuschauern war auch Eliane Kjaer mit Ehemann Pascal und den beiden 2 1/2 -jährigen Zwillingen Svea und Romina. Die Willisauerin geht jeweils mit einer vierköpfigen Frauengruppe an die Fasnacht. «Es ist ein Virus, den man so schnell nicht wieder los wird», sagte sie. «In Willisau ist die Fasnacht immer sehr farbenfroh und übersichtlich», betonte Marco Hansen. Er war im Städtli mit viel Frauenpower anzutreffen. Neben Ehefrau Nadja begleiteten ihn auch die Töchter Leana (4), Noela (3) und Elina (knapp jährig).

Nachdem sich alle Gruppen vor und auf der Kirchentreppe versammelt hatten, übernahm Markus Limacher, Zunftmeister 2014/15, das Zepter. Flog er im vergangenen Jahr noch mit dem Motto «Über den Wolken mit Limi-Air» durchs Hinterland, steht seine Regentschaft diesmal ganz im Zeichen von «Happy landing». In seiner Rede liess er sein Volk wissen, dass das Komitee getagt und diverse (nicht ganz ernst gemeinte) Beschlüsse gefasst habe. Unter anderem sagte er: «Künftig werden ab Polizeistunde im Städtchen die Quer- zu Längsstreifen gemacht.» So lasse sich der Heimweg besser finden. Und: «Die Freibadi Hasenburg wird wegen des schlechten Sommerwetters zu einem Thermalbad umfunktioniert.» Um 19.35 Uhr war es dann so weit: Begleitet von einigen Böllerschüssen, erklärte Markus Lima­cher unter viel Applaus die Fasnacht 2015 in Willisau als eröffnet. Die lange Nacht konnte beginnen.

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