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Fischbach wehrt sich jetzt vor Bundesgericht

ASYLUNTERKUNFT ⋅ Der Gemeinderat von Fischbach will die abgewiesene Verwaltungsgerichtsbeschwerde des Luzerner Kantonsgerichts bezüglich des geplanten Asylzentrums ans Bundesgericht weiterziehen. Er bekämpft eine selbst erteilte Baubewilligung.

Den Gang nach Lausanne kündigte die Gemeinde auf ihrer Website an. Die Gemeinde habe bereits einen langen Weg hinter sich, den sie nun auch zu Ende gehen möchte, sagte Gemeindepräsidentin Martha Stöckli auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Mit dem Gang ans Bundesgericht sehe die Gemeinde die letzte Möglichkeit, einen abschliessenden Entscheid zu erhalten.

"Noch immer spüren wir in der Gemeinde einen grossen Widerstand gegen das Vorhaben", sagte sie. Auch wenn sich die Wogen in Zwischenzeit etwas geglättet hätten.

Das Urteil, das der Fischbacher Gemeinderat nun weiterzieht, hatte das Luzerner Kantonsgericht Ende Februar 2015 gefällt. Darin bestätigte es die Baubewilligung zur Umnutzung des Bürgerheims Mettmenegg in ein Asylzentrum für maximal 35 Asylbewerber.

Baubewilligung wider Willen

Im März 2014 erteilte der Gemeinderat von Fischbach gegen die eigene Überzeugung und auf Geheiss des Bundesgerichts die Baubewilligung. Dieses hatte zuvor entschieden, dass die 700-Einwohner-Gemeinde zuerst das Baubewilligungsverfahren mit einem Entscheid abzuschliessen habe und erst gegen diesen eigenen Bauentscheid allenfalls wieder Beschwerde erheben könne.

Seit der Kanton im September 2011 bekannt gegeben hatte, dass er in den Räumlichkeiten des ehemaligen Altersheim von Fischbach ein Asylzentrum realisieren möchte, wehrt sich die Gemeinde gegen das Vorhaben. (sda)

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Leserkommentare (3)
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    geschrieben am 13.03.2015 08:31

    Man muss die Flüchtlinge dort ansiedeln, wo sie willkommen sind, wo die Mehrheit der Bevölkerung wohnt, die sich eine bunte CH wünscht und nicht dort, wo die Flüchtlinge nun nicht erwünscht sind. Ebenso wäre dann die Finanzierungsdebatte gelöst. Gemeinden die sich um Flüchtlinge bewerben und dann den Nutzen der kulturellen Bereicherung für sich einstreichen, sowie über genügend Fachkräfte für den Arbeitsmarkt verfügen, sind mit Sicherheit gern bereit, die Finanzierung für den Lebensunterhalt zu erbringen. Ebenso wird die Hilfsbereitschaft der bunten Einwohner so hoch sein, dass die Unterbringung der Flüchtlinge bei Engpässen durch Spenden aus der Bevölkerung gewährleistet wäre. Alle anderen Menschen die den ganzen Asylschwachsinn ablehnen hätten ihre Ruhe und könnten in ihrer Buntlosigkeit weiterleben. Es müsste nur einmal vom Volk entschieden werden, ob man jeweils bunt oder nicht bunt sein möchte. Und dann könnten sich die jeweils bunten Gemeinden um die Flüchtlinge bewerben.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 13.03.2015 11:36
    als Antwort auf das Posting von Boris Kerzenmacher, Frauenfeld am 13.03.2015 08:31

    Sehr schön formuliert, Herr Kerzenmacher. Man kann Freund der Völker sein und trotzdem etwas gegen die von oben verschriebene Zwangsverbuntung haben, speziell wenn die Ratio Einwohner zu Neuankömmlingen so drastisch ausfällt wie in Fischbach.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 12.03.2015 21:00

    ein 5m hoher zaun mit stacheldraht + security an der schleuse und die gemeinde hat ihren frieden!

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