Gönnervereinigung Pro Integral wendet Konkurs ab

ROGGWIL / SURSEE ⋅ Die Gönnervereinigung Pro Integral mit Sitz in Sursee hat das Konkursverfahren im letzten Moment abwenden können. Das Projekt eines Pflegezentrums für Hirnverletzte in bernischen Roggwil ist «nicht in Frage gestellt».

Am Wochenende machte das Internetportal Zentralplus publik, dass das Bezirksgericht Willisau am 3. Februar 2016 den Konkurs über die Gönnervereinigung pro integral eröffnet hatte. Der Stiftungsrat sei vor längerer Zeit über die «unbestrittenen Forderungen» informiert worden, teilte der Vorstand der Gönnervereinigung pro integral nun am Montag mit. Das im November von der Gläubigerin, der Ausgleichskasse Luzern, eingeleitete Konkursverfahren konnte «im gegenseitigen Einvernehmen» bis Ende Januar sistiert werden.

Am 3. Februar eröffnete das Bezirksgericht Willisau dann das Konkursverfahren gegen die Gönnervereinigung pro integral. «Innert der rechtlichen Beschwerdefrist von zehn Tagen konnte der Betrag vollumfänglich an die Gläubigerin überwiesen werden», heisst es in der Mitteilung. Und: Die Beschwerde sei dem zuständigen Gericht fristgerecht übermittelt worden.

Wie hoch die Forderungen waren und wer sie beglichen hatte, wollte Stiftungsratspräsident Michel Bätscher auf Anfrage nicht sagen. Nur soviel: Es handle sich «um eine Zuwendung einer Firma.»

Der Vorstand der Gönnervereinigung pro integral betonte in der Medienmitteilung zudem, dass das beschriebene Konkursverfahren die Gönnervereinigung pro integral und nicht die Schweizer Stiftung pro integral betreffe. «Das Projekt Roggwil ist damit nicht in Frage gestellt und davon nicht betroffen», heisst es weiter.

Seit 2008 plant die Stiftung pro integral mit Sitz in Sursee. Im ein Pflegezentrum für Hirnverletzte - analog dem Paraplegikerzentrum in Nottwil. Ursprünglich rechneten die Initianten damit, dass das Zentrum «frühestens 2010» eröffnet werden könnte.

2010 folgte aber erst die Baueingabe, damals ging Bätscher davon aus, dass in Roggwil ab Frühling 2012 «rund 70 Hirnverletzte» leben sollen. Die Bewilligung für den Bau liegt seit 2013 vor, gebaut wurde bislang aber noch nicht.

 (sda)


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