Neue Luzerner Zeitung Online

«Grosses Potential für Verkehrsumlagerung»

LUZERN ⋅ Ein Bericht im Auftrag des VCS zeigt: Das Potential für Verkehrsumlagerungen in der Luzerner Agglomeration ist gross. Das erklärte Ziel des Umweltverbandes: «Pendler, ab aufs Velo».

Welcher Anteil des motorisierten Strassenverkehrs kann verlagert oder vermieden werden, ohne die Funktionsfähigkeit einer Stadt zu beeinträchtigen? Mit u.a. dieser Frage hat sich das Institut für Verkehrsplanung und Transportsysteme der ETH Zürich beschäftigt und einen Bericht zum «wirtschaftlich erforderlichen Verkehr» der Agglomeration Luzern verfasst.

Gemäss einer Mitteilung des VCS zeigt der Bericht, dass der grösste Teil des motorisierten Privatverkehrs verlagert werden kann, wenn auch unterschiedlich gut. Pendler, die zur Arbeit fahren oder in der Ausbildung sind, könnten dank fixen Routen und guter ÖV-Abdeckung sehr leicht vom Auto auf den Bus oder aufs Velo umsteigen.

Geht es nach dem VCS sollen Pendler mit schlanken Anschlüssen auf den öffentlichen Verkehr und durch eine sichere Instrastruktur aufs Velo gebracht werden. Erreicht werden soll dies laut VCS mit Busspuren, Busbevorzugung an Ampeln, sicheren Velowegen und Fussgängerverbindungen. Wenn Firmen konsequent Parkgebühren verlangen würden, würde der Umstieg auf den öffentlichen Verkehr gefördert, so der VCS.

«Öffentlicher Verkehr fördern, motorisierter Individualverkehr mit Parkraumbewirtschaftung bremsen»

Schlussfolgerung des Berichts

Schwieriger sei die Umlagerung beim Einkaufs- und Freizeitverhalten. Deshalb sei die Politik gefordert, so der VCS und stellt folgende Massnahmen zur Diskussion: Koppelung von Eintrittstickets mit ÖV-Tickets, bessere Veloabstellplätze, bessere Planung von Verkehrsanbindung von Freizeitanlagen, konsequente Gebühren für Parkplätze, besseres ÖV-Angebot in den Abendzeiten sowie organisierte Bus- und Transferdienste.

Der VCS nimmt zur Kenntnis, dass der Geschäftsverkehr, der mit Warentransport verbunden ist, auf die Strasse angewiesen sei. Hier sei keine Verlagerung Richtung ÖV oder Schiene möglich, wohl aber die Möglichkeiten, das Verkehrsaufkommen z.B. durch eine bessere Logistik zu verringern. Geschäftsreisen könnten aber gut mit dem öffentlichen Verkehr zurückgelegt werden.

HINWEIS
Der Bericht in voller Länge »

Das sind die Forderung des VCS

  • AggloMobil due und tre stärken und die notwendigen finanziellen Mittel auf Kantons- und Gemeindeebene sprechen
  • Konsequente Bewirtschaft der Parkplätze
  • Keine verkehrsintensive Anlagen auf grüner Wiese, Einkaufszentren mit guten ÖV-Anschlüssen, keine Einzonungen mehr, nur noch Verdichtungen.
  • Aufhebung von Parkplätzen
  • Verzicht auf Bypass und Spange Nord
  • Fachbereich Verkehrsplanung einführen, nicht nur Strassenprojektplanung
  • Regierungsrat und Stadtrat als Identifikationsfiguren
Der VCS werde die Forderungen in die politische Diskussion einbringen und sich organisieren, dass Luzern eine attraktive Wohn-, Arbeits-, Einkaufs- und Freizeitregion bleiben werde.

Was halten Sie von den Vorschlägen des VCS?

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pd/rem

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Leserkommentare (9)
  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 14.04.2015 20:18

    Die Studie wurde vom VCS bei der ETH in Auftrag gegeben. Die Analysen mögen ja O.k. sein. Die Schlussfolgerungen sind jedoch sehr tendenziös. Motorisierten Individual Verkehr MIV schinkanieren, Parkplätze abbauen/verteuern, etc. Welch überraschendes Resultat. Es habe keine oder sogar positive wirtschaftlichen Auswirkungen. Die Herleitung dieser Aussage... nun gut. Am besten selber lesen und ein Urteil bilden.
    Der VCS möchte den MIV am liebsten ganz abschaffen. Wir aber nicht. Ganz im Gegenteil.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 14.04.2015 17:27

    Mir ist noch etwas aufgefallen, was das Denken des VCS anbetrifft. Dieser Verein hat überhaupt keine Ahnung, über Geschäftsreisen. Ich bin während fast 50 Jahren geschäftlich unterwegs gewesen und es ist mir ein Rätsel, wie ich meine Kunden im In- und Ausland mit den öffentlichen Verkehr hätte besuchen können. Man hat nicht jede Menge Kosten zur Verfüguing, dass man an einem Tag nur einen Kunden besuchen kann, denn in der Regel können diese zwischen 20 und einigen hundert Kilometer auseinander liegen. Wenn ich am Nachjmittag einen Anruf eines Kunden erhalte, dass am kommenden Tag um 08.00 Uhr eine Besprechung eine Besprechung mit Personen aus verschiedenen Ländern stattfindet, z.B. in Ingoldstad, dann fahre ich am Morgen um 02.00 Uhr weg mit dem Auto, anschliessend findet eine weitere Besprechung in einem anderen Werk statt und diese Träumer glauben, man könne den öffentlichen Verkehr benutzen. Geschäftsreisen können in seltenen Fällen oder nur kombiniert z.B.Flugzeug, Auto benutzt we

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 14.04.2015 16:22

    kein problem - in deutschland finanziere ich das mittagessen mit dem was ich in luzern an parkplatzgebühren abdrücken müsste. schön ist der euro grad so tief, am samstag wieder einkaufen, mit GRATIS parkplatz und ohne alle 50m einer schikane auf der strasse.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 14.04.2015 16:07

    @ Herr Bieri
    Danke! Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen.
    Der Ökowahn ist ein Auslaufmodell! Diese Linken Autohasser können abtreten. Und tschüss...

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 14.04.2015 14:31

    Zu glauben, die Verkehrsprobleme liessen sich mit mehr Strassen lösen, ist Träumerei. Und übrigens ist jeder Radfahrer ein Autofahrer weniger, lebt gesünder und benötigt einen Bruchteil der Verkehrsfläche.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 14.04.2015 16:19
    als Antwort auf das Posting von Philipp Wyss, Root am 14.04.2015 14:31

    ...und zu glauben man kann den ganzen Individualverkehr auf das Velo und den ÖV verlagern ist keine Träumerei?!
    Jetzt möchte der VCS schon den Geschäften vorschreiben, dass sie für Parkplätze Gebühren verlangen müssen. Vielleicht sollte der VCS mal unser Staatssystem analysieren. Wir haben eine Demokratie und keine Diktatur!

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 14.04.2015 12:24

    Das letzte Aufbegehren einer untergehenden Ideologie. Öko-Diktatur und Autohass sind out. Scheinbar haben das die Kommunisten immer noch nicht begriffen, trotz drei Wahlschlappen hintereinander. Im Herbst dürfte der Trend bestätigt werden: Weg von Zwängerei und Abzocke, hin zu Freiheit und Vernunft. Es wird höchste Zeit, dass die Schweiz wieder „normal“ wird und der Öko-Wahn ein Ende findet. Die Linken (Linksextremen) müssen endlich einsehen, dass wir in einem freiheitlichen Land leben und es kein Recht gibt, allen anderen sein verdrehtes Weltbild aufzuzwingen. Mit ecopop hätte die Chance zur Wende bestanden, nun möge man bitte schweigen.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 14.04.2015 14:27
    als Antwort auf das Posting von Roger Bieri, Luzern am 14.04.2015 12:24

    Hass und Unwissen- Roger Bieri, ehemaliges Mitglied der Autopartei/Freiheits-Partei?

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 14.04.2015 11:27

    Träumen ist schön, aber wenn man so neben den Schuhen steht, dann muss man sich überlegen, wo diese Leute leben, wie wollen sie das die Stadt wieder attraktiv wird (es wurde schon sehr viel zerstört), wer finanziert die ganze Träumerei, wenn der private Verkehr nicht mehr weiter alles finanziert. Nur schon die Veloautobahn auf dem alten Trasse der Brünigbahn ist nicht durchdacht, dies wird bei den Strassenübergängen zu grossen Problemen und sicher vielen Unfällen führen. Das Hirngespinst war ja, dass Velofahrer bei den Übergängen hätten Vorfahrt haben sollen. Ein bisschen Dummheit ist ja schön, aber soviel......

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