Hochdorf schränkt Wachstum ein

ABSTIMMUNG ⋅ Die Gemeinde Hochdorf soll nur noch um 0,7 Prozent pro Jahr wachsen. So will es das Stimmvolk. Zu zwei weiteren Sachgeschäften sagte das Stimmvolk einmal Ja und einmal Nein.

1480 Hochdorfer nahmen die Gemeindeinitiative «Hochdorf wächst langsam» an. 1255 lehnten sie ab. Das entspricht einem Ja-Anteil von 54,1 Prozent. Die Stimmbeteiligung lag bei 47 Prozent.

Mit der Initiative, die auch «Ecopop light» genannt wird, soll das Bevölkerungswachstum im fünfjährigen Durchschnitt 0,7 Prozent pro Jahr nicht übersteigen. Dies entspricht einer jährlichen Zunahme von maximal 50 bis 70 Personen. In den letzten fünf Jahren lag das Wachstum bei knapp 180 Personen pro Jahr.

Gemäss derzeitigen Prognosen rechnet der Gemeinderat mit einem Bevölkerungswachstum von jährlich rund 1 Prozent. Ein stärkeres Wachstum sei mit der Revision des Raumplanungsgesetzes künftig gar nicht mehr möglich. Der Kanton sieht für Hochdorf künftig ein Bauzonenwachstum von 0,77 Prozent vor.

Die Initianten um das private Initiativkomitee wollen den ländlichen Raum vor starker Überbauung schützen. Die Schweiz habe genügend Ballungszentren für die wirtschaftliche Entwicklung, schrieb es.

Das Wachstum durch Geburtenüberschuss und Zuwanderung in bestehenden Wohnungen und die Zuzüger in neugebauten Häusern sei nicht beeinflussbar, argumentiere hingegen der Gemeinderat. Er wollte sich Entwicklungsmöglichkeiten durch Um- und Aufzonungen nicht durch zusätzliche Bestimmungen im Baureglement einschränken lassen.

Am Sonntag kamen noch zwei weitere Sachgeschäfte an die Urne: Die Umzonung des Grundstück Nr. 170 mit Verzicht auf Festlegung des Gewässerraumes wurde mit 63,6 Prozent zugestimmt (1717 Ja, 983 Nein-Stimmen). Abgelehnt wurde der Verkauf des Grundstück Nr. 170  und der Rückkauf des Doppelkindergarten als Stockwerkeigentumseinheit mit 1430 Nein zu 1279 Ja. Der Nein-Anteil liegt bei 52,8 Prozent.

rem/sda


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