Spital ergreift Massnahmen gegen Parkplatznot

LUZERN ⋅ Das Gebiet rund um das Luzerner Kantonsspital soll vom Verkehr entlastet werden. So soll das Spital besser mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar sein. Auch Spitalangestellte sollen weniger Autoverkehr verursachen – dank Anreizen, aber nicht nur.

Täglich besuchen bis zu 1000 Patienten, Angehörige und Lieferanten das Luzerner Kantonsspital (LUKS). Rund 4500 Mitarbeiter gewährleisten am Standort Luzern die medizinische Versorgung Tag und Nacht. Dies führt zusammen mit dem Berufsverkehr und den begrenzten Parkplätzen oft zu Verkehrsüberlastungen rund um das Spital.

Job-Abo statt Parkplätze

Ab 1. April profitieren alle Mitarbeiter der LUKS-Standorte Luzern, Sursee und Wolhusen vom Passepartout Job-Abo. Das Spital beteiligt sich mit bis zu 500 Franken an den öV-Abos. Die Höhe des Beitrags ist abhängig vom Arbeitspensum.

Zudem werden die Parktarife für die Mitarbeiter per 1. Mai «massgeblich teurer, und es wird auch schwieriger, überhaupt eine Bewilligung für den Parkplatz zu erhalten: Die entsprechenden Richtlinien werden verschärft». Wer innerhalb von Sperrkreisen wohnt, darf sein Auto nicht beim Spital parkieren.

Für Mitarbeiter innerhalb des Sperrkreises führt das Spital am Standort Luzern im Rahmen eines Pilotversuchs ein Nachttaxi ein, damit man nach der Arbeit nach Hause kommt, auch wenn kein Bus oder kein Zug mehr fährt. Zudem soll das Angebot für Velo- und Töfffahrer ausgebaut wird.

Zur Verbesserung der öV-Anbindung wird die Stadt Luzern 2015 die Bushaltestelle «Kantonsspital» spitalseitig vor das Parkhaus und auf gleiche Höhe der anderen Haltestelle versetzen. Zeitgleich baut das Spital einen neuen Lift sowie eine Zugangspasserelle von der Spitalstrasse direkt zum Haupteingang.

Neue vbl-Linie 18 ab 2019 geplant

Um das erwartete Wachstum zu bewältigen, sollen ab 2016 neue Gelenkbusse auf den Linien 18 und 19 eingesetzt werden. Der Luzerner Verkehrsverbund führt voraussichtlich ab 2019 die Linie 18 als neue tangentiale Verbindung von Littau über das Kantonsspital bis nach Ebikon ein.

pd/shä/cv/rem


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