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Halbstundentakt zwischen Luzern und Bern

LUZERN ⋅ Alle 30 Minuten von der Zentralschweiz in die Bundesstadt: Das sieht der Bund für den Fahrplan ab 2025 vor. Abstriche soll es für Pendler nach Basel geben.

«Bahn 2025»: Unter diesem Titel hat das Bundesamt für Verkehr ein Referenzkonzept entworfen, wie der Fahrplan ab 2025 gestaltet werden soll. Gemäss diesem Papier muss Luzern Abstriche in Kauf nehmen: Zwar wird Luzern direkt mit der Ostschweiz verbunden, indem Züge von Bern über Luzern nach Zürich stündlich weiter nach Konstanz verkehren. Das Konzept sieht auch einen Halbstundentakt nach Bern vor. Dafür müssen die Luzerner auf einen von zwei stündlichen Zügen nach Basel verzichten.

«Umbau, nicht Ausbau»

In einer Antwort auf eine Anfrage von Peter Fässler (SP) und Mitunterzeichner hat der Luzerner Regierungsrat Stellung zum Konzept genommen: «Wir haben mit Befremden zur Kenntnis genommen, dass der Ausbau eines Halbstundentakts Luzern-Bern auf Kosten einer Verbindung Luzern-Basel geht». Aus Sicht des Kantons sei dies ein Umbau, nicht ein Ausbau. Umso mehr habe der Kanton Erwartungen an den nächsten Ausbauschritt 2030, wo die Zentralschweiz massgeblich von einem Ausbau profitieren soll. Dass das Bundesamt für Verkehr Luzern-Bern und nicht Luzern-Basel priorisiere, habe sich abgezeichnet. Es sei davon auszugehen, dass sich die Nachfrage rechnet und die Auslastung im Jahr 2025 von Luzern in Richtung Bern grösser sei als in Richtung Basel. Zudem lasse die Infrastruktur rund um Luzern kaum Spielraum für neue Zugsverdichtungen zu. Erst mit einem Durchgangsbahnhof Luzern können ein Halbstundentakt Luzern-Bern sowie zweimal eine stündliche direkte Verbindung nach Basel sichergestellt werden.

Das vorliegende Konzept entspreche nur teilweise den Anliegen des Kantons Luzern, heisst es weiter. So fehlen vorallem Lösungen für die Entwicklungsachsen Luzern-Sursee-Olten sowie Luzern-Zug-Zürich. Deshalb habe der Kanton Luzern im Ausbauschritt 2030 auf dem Abschnitt Zürich-Luzern-Sursee mehr Züge verlangt. Insbesondere verlangt er die Vernetzung mit mehr Durchmesserlinien (beispielsweise Sursee-Zürich oder Zug/Rontal-Bern ).

Neue S-Bahnlinie Luzern-Horw

Weitere Fahrplan-Verbesserungen im Ausbauschritt 2030 seien enthalten. Die heutige S61 Luzern-Schachen soll neu bis Willisau verkehren. Richtung Luzern Süd ist mit der S41 Luzern-Horw eine neue S-Bahnlinie in der Hauptverkehrszeit geplant. Zudem sollen auf der S9 Luzern-Hochdorf «zu weiteren Stunden Hauptverkehrszüge geführt werden».

rem

Hinweis: Das Referenzkonzept 2025 »

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