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Preis für Multikulti-Kinderorchester

LUZERN ⋅ Der Luzerner Lebensraum-Preis 2015 geht an die Verantwortlichen des Kinderstreichorchesters Babel Strings. Kinder aus dem multikulturellen Luzerner St. Karli-Quartier finden dort Zugang zur Musik – und zu anderen Kulturen.

Das Kinderstreichorchester Babel Strings führe Migrantenkinder in einem Orchester an die klassische Musik heran und trage zur Integration bei,, begründet die Preisstiftung ihre Wahl.  Die Preisverleihung findet am 7. November im Neubad Luzern statt. Der Preis ist mit 30'000 Franken dotiert.

Gegen 30 Kinder an den Saiten

Der 20. und letzte Lebensraum-Preis geht ins Stadtluzerner St. Karli-Quartier, wo sich seit 2011 Kinder aus dem multikulturellen Nachbargebiet Basel-/Bernstrasse (Babel) treffen, um gemeinsam mit Geige, Cello und Kontrabass zu musizieren. Derzeit machen bei den zwei wöchentlichen Treffen rund 28 Kinder mit. Die Gruppe veranstaltet auch regelmässig Konzerte.

Der Stiftungsrat will mit dem Preis die Verantwortlichen des Projekts von Musikpädagoginnen und Musikern unterstützen und sie dazu ermuntern, das Projekt von Kindern auf Jugendliche auszuweiten. Die musikpädagogische Arbeit der Babel-Strings-Leiter würde der sozialen und kulturellen Verständigung dienen, heisst es in der Mitteilung.

Das Preisgeld ist aufgebraucht

Die Auszeichnung, die seit 1992 verliehen wird, wird heuer zum letzten Mal vergeben, wie die Stiftung "Luzern – Lebensraum für die Zukunft" am Mittwoch mitteilte. Die einst rund 500'000 Franken im Fonds seien inzwischen aufgebraucht, sagte der Stiftungssekretär auf Anfrage. Der Regierungsrat habe beschlossen, den Fonds nicht mehr zu äufnen.

Der Preis ist laut Mitteilung gedacht für Personen, Projekte und Institutionen, die nicht im Scheinwerferlicht stehen und mit queren Ideen sich selber und andere herausfordern. Bisher fanden 19 Preisverleihungen statt.

(sda)

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