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Grendel-Projekt in Kommission umstritten

FUSSGÄNGERZONE ⋅ Wie die durch die Luzerner Altstadt führende Achse Grendel-Löwengraben künftig aussehen soll, bleibt umstritten. Die vorberatende Parlamentskommission unterstützt den Kreditantrag des Stadtrates über 3,4 Millionen Franken nur knapp.

Der Stadtrat will die 530 Meter lange Achse vom Schwanenplatz zur Spreuerbrücke als Fussgängerzone aufwerten. Die Meinungen über das Projekt würden weit auseinandergehen, schreibt die Baukommission des Grossen Stadtrates in ihrer Mitteilung.

Die Kommission empfiehlt die Aufwertung des Grendels. Der Löwengraben solle aber nur minimal saniert werden, teilte sie mit. Der Löwengraben werde wahrscheinlich nicht zur grossen Flaniermeile.

Mit Stichentscheid hat sich die Kommission dafür ausgesprochen, dass der Löwengraben in seiner heutigen Form belassen werden und weiterhin als Verkehrs- und Anlieferungszone dienen solle. Deshalb solle nur der Belag der Strasse und der Trottoirs erneuert werden.

Die Kommission lehnte einen Antrag, den Kredit um eine Million zu kürzen, ab. Der Antrag des Stadtrates für einen Kredit von 3,4 Millionen Franken wurde nur knapp angenommen.

 

Reaktionen der City Vereinigung Luzern

pd/nop. Die City Vereinigung Luzern (CVL) steht zur Vorlage des Stadtrates mit dem BA zur Sanierung Grendel. Erstaunt nehme sie jedoch zur Kenntnis, dass die Zustimmung in der Baukommission äusserst knapp ausfiel und die Vorlage zu scheitern droht. Ein Scheitern wäre aus Sicht der CVL verheerend. Die CVL ist überzeugt, dass das vorliegende Projekt umgesetzt werden müsse, auch wenn bei diesem Projekt Optimierungspotential bestehe. Das Projekt als Ganzes in Frage zu stellen bringe die Stadt Luzern aber nicht vorwärts - es bedeute vielmehr Stillstand.

Die Argumente der CVL:

  • Der Grendel ist mit den dort ansässigen Geschäften die meistfrequentierte Anlaufstelle für Gäste der Stadt Luzern und damit eine Visitenkarte.
  • Es wäre gemäss CVL ein komplett falsches Zeichen, wenn diese Attraktivierung der Innenstadt scheitern würde. Selbstverständlich sei das nicht der «Grosse Wurf»; aber es sei ein seriöser Anfang und als Zeichen daher sehr wichtig.
  • Die Mittel für die Sanierung Grendel sind im Finanzplan eingestellt.

Aus Sicht der City Vereinigung Luzern seien nun folgende Themen zu konkretisieren:

  • Keine fest installierten und teuren Velo-Parkierungssysteme, damit nach einer definitiven Lösung (evtl. auch im Rahmen eines Projektes Parkhaus Musegg) eine einfache Demontage oder auch eine Verschiebung jederzeit ohne grössere bauliche Massnahmen möglich bleiben.
  • Sitzgelegenheiten (auch benutzerfreundlich für Menschen mit Handicap und betagte Personen) sind im Bereich Falkenplatz und Schwanenplatz vorzusehen.
  • Bau und Signalisation einer öffentlich zugänglichen WC-Anlage

Die Vorlage dürfe aus Sicht der CVL keinesfalls scheitern: Die Projekte Grendel seien bislang ein Trauerspiel, welches sich nun schon über Jahre hinwegzieht. Würde die Vorlage nun abgelehnt, hätte Luzern weitere 10 bis 20 Jahre ein «Profidurium».

sda

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