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Luzerner Kantonalbank mit Gewinnsteigerung

JAHRESZAHLEN ⋅ Die Erträge aus dem Zins- und dem Kommissionsgeschäft als auch den Gewinn hat die Luzerner Kantonalbank (LUKB) 2014 im Vergleich zum Vorjahr gesteigert. In der zweiten Hälfte des Jahres hat sich das Wachstum allerdings abgeschwächt.

Die Luzerner Kantonalbank (LUKB) hat 2014 im Vergleich zum Vorjahr sowohl die Erträge aus dem Zins- und dem Kommissionsgeschäft erhöhen als auch die Gewinnzahlen ausweiten können. Die börsenkotierte Bank, an der der Kanton Luzern 61,5 Prozent des Kapitals hält, konnte 2014 den Gewinn um 1,3 Prozent auf 181,5 Millionen Franken steigern. Dies sei das beste Ergebnis in der Geschichte der LUKB, sagte Bankdirektor Daniel Salzmann am Dienstag an einer Medienkonferenz.

Wichtiges Zinsengeschäft

Wichtigstes Standbein der Bank ist das Zinsengeschäft. Der Zinserfolg fiel übers ganze Jahr gesehen mit 332,9 Millionen Franken 2,9 Prozent über dem Wert von 2013 aus. Der Kommissionserfolg nahm mit 84,1 Millionen Franken um 4 Prozent zu. In beiden Geschäften schwächte sich das Wachstum im zweiten Semester ab. In der ersten Jahreshälfte hatten die Wachstumsraten noch 4,3 respektive 6,3 Prozent betragen.

 Ertragsquelle unter Druck

Finanzchef Marcel Hurschler sagte, dass in den nächsten beiden Jahren das Zinsengeschäft unter Druck kommen könnte. Massgebend werde die Entwicklung des Libors sein. Zu den Kommissionen stellte Hurschler fest, dass das Vertrauen der Anleger in die Finanzmärkte trotz des Anlagenotstandes noch nicht zurückgekehrt sei. Deutlich zurückgegangen, nämlich um 24,1 Prozent auf 20,9 Millionen Franken ist das Handelsgeschäft. Ein Grund dafür war die geringe Volatilität bei der wichtigsten Handelswährung, dem Euro.

2014 konnte das Wachstum im Hypothekargeschäft (+5,2 Prozent) und bei den Kundenvermögen (+5,0 Prozent) noch bis auf die Gewinnstufe mitgenommen werden. Der Bruttogewinn der LUKB fiel 3,1 Prozent höher aus als 2013 und betrug 246,0 Millionen Franken. Zum guten Ergebnis beigetragen hat auch, dass die Kosten gesenkt werden konnten. Der Geschäftsaufwand nahm um 0,9 Prozent auf 205,7 Millionen Franken ab.

Keine Jahresprognose

Bankdirektor Salzmann sprach von einer völlige neuen Ausgangslage, die die Nationalbank im Januar geschaffen habe. So habe die LUKB ein neues Kalkulationsmodell für die Festhypotheken einführen müssen, weil bislang die Möglichkeit von negativen Libor-Zinsen nicht vorgesehen gewesen sei. Eine Prognose zum Jahresergebnis 2015 der LUKB machte Salzmann deshalb nicht. Die Bank werde aber alles unternehmen, um mit Kostenreduktionen und dem Einbezug von Reserven eine allfällige Gewinneinbusse weitgehend zu kompensieren.

sda/cv

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