Neue Luzerner Zeitung Online

Staatsanwaltschaft untersucht Polizeivorfall

LUZERN ⋅ Der Journalist Herbert Fischer hat in Luzern fotografiert, wie Polizisten eine Frau festnehmen wollten. Weil er sich nicht sofort ausweisen konnte, nahm ihn die Polizei in Handschellen mit auf den Posten. Laut dem Journalisten löschten sie ihm dort seine Bilder.

Kurt Graf, Mediensprecher der Luzerner Polizei, bestätigte auf Anfrage zwar den Vorfall am Sonntagabend bei der Franziskaner-Kirche. Ob die besagten Fotos tatsächlich von der Digital-Kamera des Journalisten gelöscht wurden, konnte er jedoch weder bestätigen noch dementieren.

Herbert Fischer schildert den Vorfall auf lu-wahlen.ch. Auf Anfrage sagte er, dass die gelöschten Bilder die Polizei «schwerstens belasten» würden.

Polizeisprecher Graf sagte, der Vorfall mit dem Journalisten werde nun untersucht. Ebenfalls, ob die Festnahme der Frau verhältnismässig war oder nicht.

Gegenüber Radio Pilatus sagte die Luzerner Staatsanwältin Andrea Tresch, dass die Staatsanwaltschaft zur Klärung des Vorfalls eine Untersuchung eingeleitet habe. Sie müsse nun erst Informationen sammeln und dann entscheiden, gegen wer und wieviele Polizisten diese Untersuchung laufen werde.

Der Journalist Herbert Fischer im Interview zu seiner Verhaftung durch die Luzerner Polizei. (Tele 1, 20. April 2015)

(sda)

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Leserkommentare (4)
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    21.04.2015 06:15

    Ein Journalist behindert die Polizeiarbeit, kann sich nicht ausweisen und beklagt sich noch über seine Festnahme. Dreister gehts kaum.

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    21.04.2015 17:22
    als Antwort auf das Posting von Werner Duss, Locarno am 21.04.2015 06:15

    Er stand daneben. Auch wenn fotografierende Leute stören können, so konnte die Verhaftung ja ungestört durchgeführt werden.

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    21.04.2015 05:33

    Sind ja fast schon amerikanische Verhältnisse. Zuerst einmal handeln und dann denken...ein weit verbreitetes Übel. Es stellt sich die Frage, warum Fotos gelöscht werden. Kann man diese nicht auf dem Chip wieder "reanimieren". um Unschuld oder Schuld der Polizei nachzuweisen!

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    20.04.2015 19:36

    Ich empfehle jedem Leser hier den Artikel des Journalisten auf http://www.lu-wahlen.ch/kolumne-der-redaktion zu lesen und sich dann ein Bild der Zu- und Missstände bei der Luzerner Polizei zu machen! Der Bürger muss sich schon fragen, ob die Gewalt gegen Bürger, Missachtung der Rechte der Bürger und die schon krankhafte Arroganz gegenüber dem Bürger bei der KaPo LU zur Tagesordnung wenn nicht sogar zum Tagesbefehl gehört!

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