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Luzerner wünschen mehr Trolleybuslinien

ÖFFENTLICHER VERKEHR ⋅ In einer nicht repräsentativen Umfrage sprechen sich knapp zwei Drittel der Teilnehmenden für eine neue Bus-Verbindung von Kriens via Pilatusplatz nach Emmenbrücke aus. Auch eine Verlängerung der Linie 1 nach Ebikon wurde begrüsst.

Wie die Verkehrsbetriebe Luzern AG in einer Mitteilung schreibt, sprechen sich in einer Umfrage – lanciert in der VBL-Zeitung vom Mai 2014 – fast zwei Drittel der Teilnehmenden für den Ausbau des Trolleybusnetz aus. Über 700 Teilnehmende hätten den Fragebogen ausgefüllt und zurückgeschickt:

  • 64 Prozent (475 Personen) begrüssen eine neue Tangentiallinie 3 von Kriens über den Pilatusplatz bis nach Emmenbrücke. 36 Prozent (267 Personen) finden diese Idee nicht überzeugend.
  • Ebenfalls 64 Prozent (476 Personen) begrüssen eine Verlängerung der Trolleybuslinie 1 bis zum Bahnhof Ebikon. Heute führt die Linie von Obernau über Kriens zum Bahnhof Luzern und endet im Maihof. 268 Personen oder 36 Prozent halten wenig von einer Verlängerung.

Die Verlängerung der Linie 1 und die neue Trolleybuslinie 3 sind Bestandteil der öV-Strategie des Kantons Luzern. Erste Planungsarbeiten hätten bereits begonnen, schreiben die Verkehrsbetriebe. Gemäss den Vorstellungen des Verkehrsverbundes Luzern als Besteller des öffentlichen Verkehrs im Kanton soll diese Tangentialverbindung nach der Umgestaltung des Seetalplatzes Ende 2016 umgesetzt sein. Die Trolleybusverlängerung nach Ebikon sei bis ins Jahr 2018 vorgesehen, heisst es weiter.

Die angekündigten öV-Sparmassnahmen des Kantons könnten allerdings zur Folge haben, dass die Umsetzung zeitlich um rund zwei Jahre verzögert wird. Die Teilnahme an der Umfrage war mit einem Gewinnspiel verbunden.

pd/kst

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Leserkommentare (11)
  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 23.07.2014 08:24

    Noch mehr Linien? Wenn ja, dann sollen nicht alle stinkenden Dieselbusse bis zum Bahnhof fahren, die Strassen versperren und einen Riesengestank hinterlassen. Die Busse sollten in Randzonen bloss bis zum naechsten Elektrobus fahren.

    Das wird die VBL aber vielleicht erst in Jahrzehnten als "neue Idee" umsetzen, bei uns dauert alles halt seine (lange) Zeit.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 23.07.2014 08:41
    als Antwort auf das Posting von Ruth Fischer, Luzern am 23.07.2014 08:24

    Es geht um Trolleybusse - jedenfalls in diesem Artikel. Trolleybusse sind elektrisch angetrieben und stinken demzufolge nicht. (Die Stromproduktion ist dann eine andere Geschichte.)

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    geschrieben am 22.07.2014 18:59

    eine gute idee das netz auszubauen - wenn man jetzt noch an den enden genügend parkplätze zu vernünftigen preisen baut so bleiben einige ausserhalb und fahren gar nicht in die stadt - das ganze ohne autohassende und schikanöse politik der luzernern melonen

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 22.07.2014 16:33

    Tolle Idee! Die Busse sind zum grossen Teil mitverantwortlich, dass wir in der Stadt ein so grosses Verkehrschaos haben! Die Stadtregierung hat das Verkehrskonzept leider überhaupt nicht im Griff!! Anstatt, dass man zentrale Busbahnhöfe ausserhalb der Stadt machen würde (z. bsp. Verkehrshaus, Maihofetc.) lässt man JEDEN Bus bis zum Bahnhof fahren!! WIESO? Halbleere Busse, gleiche Nummern hintereinander. Etc. Ein kompletter Schwachsinn!!

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    geschrieben am 22.07.2014 13:10

    Wenn ich mal nicht allzu optimistisch davon ausgehe, dass in einem einzelnen Trolleybus zu den Hauptverkehrszeiten 50 Personen sitzen (und teilweise stehen) und mir gleichzeitig vorstelle, wie viel Platz die Autos auf der Strasse benötigen, wenn die gleiche Anzahl Personen (sehr optimistisch) jeweils zu zweit in einem Auto unterwegs sind, dann kann ich über die Äusserung von B W nur den Kopf schütteln.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 22.07.2014 12:51

    toll nochmehr solche verkehrshindernisse auf den strassen,, ach sorry ich vergass sie bekommen ja vergoldete busspuren. welche wir autofahrer ja finazieren.

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    geschrieben am 23.07.2014 15:06
    als Antwort auf das Posting von r willimann, triengen am 22.07.2014 12:51

    Bussparen bezahlen alle, die Steuern oder öV-Billete zahlen.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 22.07.2014 18:03
    als Antwort auf das Posting von r willimann, triengen am 22.07.2014 12:51

    Antwort auf das Posting von BW,T:
    Wir reden von der Stadt Luzern, nicht von Triengen !
    P.S. Bin auch Autofahrer und Steuerzahler .

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 22.07.2014 14:47
    als Antwort auf das Posting von r willimann, triengen am 22.07.2014 12:51

    Da im Innerstädtischen Gebiet aufgrund der dichten Bebauung in absehbarer Zukunft keine neuen Strassen dazukommen werden, gilt es die bestehenden Verkehrswege so effizient wie möglich zu nutzen. Und da ergeht es mir wie Frau Keiser-von Wyl: Die Busse transportieren viele Personen auf relativ kleinem Raum. Wären diese Personen auch mit dem Auto unterwegs würde der Verkehr kollabieren und wir würden alle nur noch im Stau stehen. So wie dies zur gewissen Tageszeiten bereits heute auf einigen Achsen durch Luzern der Fall ist. Der ÖV erhöht die Kapazität auf der Strassen. Und wenn Sie als Autofahrer sich vielleicht mal aufregen, wenn sie bei einer Bushaltestelle hinter dem Bus kurz anhalten müssen, dann überlegen sie sich mal, wie schnell sie vorwärts kämen, wenn statt dem Bus vor ihnen noch einige Dutzend Autos mehr auf der Strasse wären.

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    geschrieben am 22.07.2014 16:12
    als Antwort auf das Posting von Phil Wagner, Kriens am 22.07.2014 14:47

    @ Herr Wagner: nur so viel zum Stau! Wenn sie nur schon alle Fussgänger streifen rund um den Bahnhof Luzern verschwinden lassen, es hat genügend Unterführungen da, hat es einige Rotphasen für den Verkehr weniger und schon sind einige Minuten an Stau weniger. Aber unsere R/G Regierung will ja gar nicht einen flüssigen Verkehr die wollen lieber mehr ÖV, Fahrrad Fahrer, sowie Fussgänger die überall und immer den Vortritt haben wollen, ohne auf den Strassenverkehr der notabene für seine Kosten aufkommt, im Gegensatz zum ÖV der nur alle andern belastet. Wenn sie schon ÖV wollen, dann bezahlen sie auch den Preis den sie verursachen, und nicht zu Lasten der Steuerzahler halb gratis sich zu bewegen.

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    geschrieben am 22.07.2014 17:52
    als Antwort auf das Posting von Johann- K. Bohnenblust, Luzern am 22.07.2014 16:12

    @Bohnenblust: Auch der Motorisierte Individualverkehr kommt nicht vollständig für seine Kosten auf, wenn man die volkswirtschaftlichen Gesamtkosten als Mass nimmt. Leider werden die Abgaben häufig nur mit den Investitions- und Betriebskosten der Strassen verglichen. Externe Kosten werden vom Verursacher gerne ausgeblendet. So sind auch diese externen Kosten versteckte Subventionen der Allgemeinheit an die Autofahrer.

    Die Fussgängerstreifen um den Bahnhof sind mir bisher in der Beziehung noch nicht negativ aufgefallen, da die Fussgänger bei den Kreuzungen nur grün haben, wenn die Autos in anderen Richtungen auch grün haben. Ich werde aber diesbezüglich mal bewusster beobachten.

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