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Mit 2 Km/h dem Weltrekord entgegen

LUZERN ⋅ Weltrekordversuch in Luzern: 75 Schwimmer haben am Samstag in weniger als fünf Minuten das Dampfschiff «Gallia» 100 Meter weit gezogen. Damit schaffen sie es ins Guinness Buch.

Kurz nach zwei Uhr nachmittags nahmen die geladenen Gäste auf der 100-jährigen «Gallia» Platz. 75 Schwimmer aus der ganzen Schweiz machten sich bereit, das 330 Tonnen schwere Dampfschiff über hundert Meter zu ziehen. Aus dem Stand, versteht sich. Die Kategorie «Heaviest boat pulled by a team of swimmers» hat Guinness World Records extra für den Versuch definiert.

Für das Weltrekordvorhaben kam eine ausgeklügelte Ziehkonstruktion zum Einsatz. Am Bug der «Gallia» wurde ein hölzerner Querbalken installiert. Nach der Zuteilung der Schwimmpositionen befestigten die Schwimmerinnen und Schwimmer individuell die Ziehträger, wie Träger eines Rucksackes. Sie montierten noch an Land die eigenen Träger ihrer Position entsprechend an eine der 11 Seilbahnen. In 11 Gruppen schwammen die Teilnehmer dann beim Aufruf zur «Gallia». Dort wurden sie in die Gesamtkonstruktion eingeklinkt.

Nach 15.30 Uhr ging es los. Nach weniger als fünf Minuten war es auch schon vollbracht, der Weltrekord ist geschafft. Mit zwei Kilometern pro Stunde zogen die Schwimmer das Schiff bis zu einer roten Boje, wo das Hupen der Schiffe den gelungenen Rekord einläutet. «Euphorisch war’s, einfach supergenial. Spannend war, dass wir gar nicht wussten, ob sich das Schiff bewegt oder nicht. Wir sind einfach nur gebaggert.» sagt Roger Beuret, ein Schwimmer. Der Anlass fand im Rahmen des 75-Jahre-Jubiläums der Wassersicherheit Luzern statt.

Rahel Schnüriger/chg/pd/spe

Weltrekordversuch in Luzern: 75 Schwimmer haben am Samstag in weniger als fünf Minuten das Dampfschiff «Gallia» 100 Meter weit gezogen. Damit schaffen sie es ins Guinness Buch.

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Leserkommentare
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    15.09.2013 14:09

    So schnell und in so kurzer Zeit 330 Tonnen Gallia allein mit Muskelkraft- wer hätte das gedacht? Chapeau den tapferen Muskelprotzen!
    Die Jubilarin schien es sichtlich genossen zu haben, einmal ohne eigenes Dazutun auf dem See zu tschötterlä.

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