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Mit gelochtem Blech Sonnenwärme zum Heizen eingefangen

HORW ⋅ Die Hochschule Luzern hat nach eigenen Angaben mit einem solaren Luftsystem die Heizenergie für eine Halle um bis zu 30 Prozent senken können. Sie hat dazu ein perforiertes Blech vor die Fassade gehängt und als Sonnenkollektor benutzt.

Wie die Fachhochschule am Mittwoch mitteilte, kommt das solare Luftsystem vor allem für Hallen oder Gewerbebauten in Frage. Es kann an Südfassaden eingesetzt werden und besteht aus einem perforierten Blech, das als vorgehängte Fassade angebracht wird.

Das Blech heizt mit Hilfe der Sonne die Aussenluft auf. Diese wird dann von der Lüftungsanlage angesaugt und ins Innere geleitet, so dass die Lüftung weniger Energie benötigt, um die Luft aufzuwärmen.

Die Hochschule Luzern hat das System an einer Halle des Campus in Horw während eines Jahres und somit unter verschiedenen klimatischen Bedingungen getestet. An Tagen mit wenig Sonneneinstrahlung gehe die Leistung zwar zurück, teilte sie mit. Doch nur an wenigen Tagen sei die Heizung nicht unterstützt worden.

Auf das ganze Jahr gerechnet reduzierte das System den Heizwärmebedarf um bis zu 30 Prozent, wie die Hochschule mitteilte. Die Leistung des Systems hänge auch davon ab, wie viel Fassadenfläche mit dem Blech ausgestattet werde und wie viel Frischluft das Gebäude benötige. Dank einer Klappe könne verhindert werden, dass das Gebäude an heissen Tagen aufgeheizt werde.

Gemäss des Hochschule gibt es bereits Systeme wie das getestete, in der Schweiz seien sie aber unbekannt geblieben. Am Langzeittest beteiligt war die Montana Bausysteme AG in Villmergen AG. Das Bundesamt für Energie hat das Projekt unterstützt.

 

sda

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