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Neue Stiftung will Geist bewahren

LUZERN ⋅ Eine neue Denkfabrik mit dem Namen Fondation CH2048 will sich mit Reformvorschlägen in die Politik einmischen. Sie möchte die Anforderungen des globalen Wettbewerbs mit den Anliegen der Schweizer Bevölkerung versöhnen.

Fondation CH2048 ist vor rund einem Jahr gegründet worden und ist am Freitag in Luzern erstmals im Rahmen einer Tagung an die Öffentlichkeit getreten. Initiiert worden war sie vom Basler Ökonomen Christoph Koellreuter. Sitz der Stiftung ist Luzern.

Dem Stiftungsrat gehören neben Wirtschaftsvertreter auch Persönlichkeiten aus der Politik, etwa die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP), der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät (SP) oder alt Nationalrat Fulvio Pelli (FDP) an.

Anlass der Gründung der Stiftung waren die Volksabstimmungen zur Abzocker- und zur SVP-Einwanderungsinitiative. Die Initianten der Stiftung folgerten daraus, dass die Schweiz sich in einem Konflikt befinde zwischen den Anforderungen des globalen Standortwettbewerbs und den innenpolitischen Vorstellungen, wie die Früchte des wirtschaftlichen Erfolges zu verteilen seien.

Die Stiftung möchte durch ihre Arbeit erreichen, dass die Schweiz trotz dieser Spannungen ihre Spitzenposition im globalen Wettbewerb halten oder sogar ausbauen könne. Sie wolle bei ihren Reformvorschlägen auf Gemeinsinn und Dialog setzen und zu einer Versachlichung der Politik beitragen.

Mit ihrem Namen nimmt CH2048 Bezug auf die Gründung der Schweiz und auf ihr 200-Jahre-Jubiläum. Die 1848 geschaffene Formel als Grundlage für die erfolgreiche Wirtschafts- und Sozialordnung solle auch 2048 noch Bestand haben.

Ihr erstes Projekt, das am Freitag in Luzern diskutiert wurde, trägt den Titel "Steuern. Transfers - Konkrete Reformvorschläge für eine global wettbewerbsfähige und verantwortliche Schweiz". Erarbeitet wird es von den Beratungsfirmen Polynomics AG Olten und advocacy AG Basel sowie von der Universität Luzern.

(sda)

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