Neue Luzerner Zeitung Online

Neue Themenmonate im Bourbaki

LUZERN ⋅ «Ein Weg der Menschlichkeit» heisst eine neue Ausstellung im Bourbaki in Luzern. Im Zentrum steht die humanitäre Tradition der Schweiz.

Das Herzstück der Themenmonate ist die Ausstellung «Ein Weg der Menschlichkeit». Zusammen mit einer Reihe von Veranstaltungen, Filmen, Podiumsdiskussionen und Vorlesungen schlägt sie eine Brücke zwischen dem humanitären Völkerrecht und der Kunst. Kurator ist der Jurist Marco Stoffel. Die Ausstellung wird am 8. Januar eröffnet und dauert bis zum 8. Mai.

Mit den Themenmonaten wollen die Initianten aufzeigen, dass humanitäre Katastrophen, wie sie sich vor Lampedusa oder in Syrien ereignen, uns direkt betreffen, heisst es in einer Medienmitteilung. Wie schon 1871, als die Schweiz 87'000 französische Soldaten aufgenommen hat, werde man in der Ausstellung an die humanitäre Tradition der Schweiz erinnert.

  • Mrco Stoffel
  • Ausstellung Bourbaki Museum
  • Ausstellung Bourbaki Museum

«Ein Weg der Menschlichkeit» heisst eine neue Ausstellung im Bourbaki in Luzern. Im Zentrum steht die humanitäre Tradition des Völkerrechts.

Im Parterre des Panoramagebäudes haben das Schweizerische Rote Kreuz, die Hilfswerke sowie die Hochschule Luzern ihre Zelte aufgebaut. Im Informationszelt wird auf interaktive Weise die Bedeutung der Genfer Konvention anschaulich gemacht. Die Besucher erhalten ein iPad mit Kopfhörern sowie eine Armbinde mit den Schutzzeichen des Roten Kreuzes. Damit begeben sie sich auf einen virtuellen Parcours, auf dem sie mit einer Schiesserei in Syrien oder mit Landminen in Afghanistan konfrontiert werden.

In einem weiteren Teil der Ausstellung vermitteln Studierende der Hochschule Luzern - Soziale Arbeit ihre Auseinandersetzung mit der Welt eines Flüchtlings. Drei authentische Geschichten schildern die Flucht aus dem Heimatland in die Schweiz. Sie veranschaulichen die Risiken, die hohen Schmugglerkosten und die Überlebensstrategien in der Sahara. Einen Stock höher, in der Stadtbibliothek, zeigen fünf Asylsuchende Fotos aus ihrem schweizerischen Alltag. Zudem sind weitere Kunstwerke Teil der Ausstellung (siehe Galerie).

Ab Mitte Januar macht ein acht Meter hoher Turm aus Stahlgitter und Draht vor dem Bourbaki auf die Themenmonate aufmerksam. Ersteller ist der deutsche Künstler Thomas Kilpper. Als Prolog zu den Themenmonaten und bis zum 20. Januar zeigt die Kunsthalle Werke von Max Hari, darunter eine Holzskulptur in Panoramaform.

  • Leuchtturm vor dem Bourbaki
  • Leuchtturm vor dem Bourbaki

«Ein Leuchtturm für Lampedusa» steht auf dem Löwenplatz in der Stadt Luzern. Der Turm soll ein Sinnbild für eine humanitäre Flüchtlingspolitik sein. Dies im Rahmen einer Ausstellung im Bourbaki.

Hinweis: Am 20. Januar findet ein öffentlicher Anlass mit IKRK-Präsident Peter Maurer statt. Er wird ein Referat halten zum Thema «Die humanitäre Tradition der Schweiz». Am 19. Februar und 12. März finden zudem mit Asylbewerbern Diskussionsabende statt. Infos: www.bourbakipanorama.ch

rem

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Leserkommentare (4)
  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 11.01.2015 09:24

    Wenn Ihre Heimat (z.B. Syrien) total kaputt und in Trümmern wäre und Sie auch noch politisch verfolgt würden, wohin gingen Sie dann? .
    Nach Europa, wo es noch lebenswert wäre.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 11.01.2015 12:51
    als Antwort auf das Posting von Sonja Seifert, Ettiswil am 11.01.2015 09:24

    Sonja Seifert; Was heisst politisch verfologt; Der Krtieg in Syrien wurde durch die Türkei provoziert aus Grossmachtgelüsten. Der "Westen" hat der Tpürkei geholfen aus Dummheit und Naivität, hat die sogenannten Rebellen unterstützt, moderne Waffen geliefert, welche die ISIS gegen die Kurden und vorallem gegen die christlichen Milizen einsetzt. Wenn der Westen endlich die eignen Fehler eingestehen würde, dann könnte Sie zusammen mit Syrien die ISIS zerschlagen, vernichten, denn die Türkei ist und bleibt Zuschauer uind hat keine Interesse einzugreifen, in der Hoffnung, Syrien und Kurdistan der Türkei einzuverleiben.
    Flüchtlinge aufnehmen ja, christliche, es hat genüend und die Moslem sollen die moslemischen Länder übernehmen, z.B. auch der Iran unddie reichen Arabischen Länder können dies problemlos finanzieren.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 07.01.2015 18:45

    Die französischen Soldaten waren nur Vorübergehend in der Schweiz, alsoi interniert und in Lagern, sind also nach dem Krieg zurück nach Frankreich. Bei den heutigen "Flüchtlingen" ist die Situation ganz anders, die wollen nicht mehr zurück, die wollen im gelobten Land Schweiz bleiben, wo ihnen alles auf dem Tablett serviert wird.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 08.01.2015 11:37
    als Antwort auf das Posting von Josef Hofstetter, Horw am 07.01.2015 18:45

    Eine wahrhaftig reflektierte Aussage!

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