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Neues Flaggschiff auf dem Vierwaldstättersee

LUZERN ⋅ Die Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee (SGV) baut ein neues Motorschiff für 1000 Personen. Abschied nehmen heisst es vom Motorschiff Rigi.

14 Millionen Franken investiert die SGV in ein neues Flaggschiff. Das Schiff für bis zu 1000 Passagiere soll im Frühling 2017 in den See stechen.

Die SGV-Tochterfirma Shiptec baut und plant ein neues Motorschiff für 1000 Passagiere. Dies hat die SGV am Dienstag bekanntgegeben. Die SGV investiert in das Schiff rund 14 Millionen Franken. Finanziert wird es vollständig mit Eigenmitteln. Mit dem Bau des Schiffs wird im Sommer 2014 begonnen. Erstmals auf dem Vierwaldstättersee fahren soll es im Frühling 2017. Es soll voraussichtlich zwischen Luzern und Flüelen eingesetzt werden, «das Schiff kann aber auch als Extrafahrtenschiff für grosse Anlässe gemietet werden», sagt SGV-Direktor Stefan Schulthess an der Medienorientierung. Wie das neue Schiff heisst, ist noch nicht bekannt.

So gross wie das Dampfschiff Luzern

Das neue Flaggschiff ist 63,5 Meter lang und 13,3 Meter breit und weist damit ähnliche Masse auf wie das heutige Dampfschiff Stadt Luzern, das 1200 Personen fasst. Das Schiff bietet auf über 1400 Quadratmetern laut Mitteilung «überraschende Innovationen». Shiptec-Geschäftsführer Rudolf Stadelmann: «Nebst dem Haupt- und Oberdeck ist auf dem neuen Schiff ein zusätzliches Panoramadeck vorgesehen, welches eine 360-Grad-Rundumsicht ermöglicht. Damit wird das neue Schiff das erste Dreideckschiff der SGV». Geplant ist zudem eine Wasserterrasse sowie eine spezielle Möblierung im Aussenbereich. Im Weiteren wird das Schiff vollhybrid angetrieben. Moderne Steuersysteme überwachen das Schiff. Stadelmann rechnet vor, dass für das Projekt über 80'000 Arbeitsstunden eingeplant sind.

Gehört bald der Vergangenheit an: Das Motorschiff Rigi legt in Luzern ab. Zoom

Gehört bald der Vergangenheit an: Das Motorschiff Rigi legt in Luzern ab. (Stefanie Nopper / Neue LZ)

«Das neue Flaggschiff auf dem Vierwaldstättersee setzt hinsichtlich Qualität und Innovation einen Meilenstein in der schweizerischen Schifffahrt», wird Verwaltungsratspräsident Hans-Rudolf Schurter in einer Mitteilung zitiert. Permanente Innovationen seien wichtig, um konkurrenzfähig bleiben zu können. Mit der Planung und Umsetzung beauftragt wird – wie bereits beim MS Saphir – das Designbüro judel&vroljik aus Bremerhaven.

MS Rigi wird stillgelegt

Die SGV hat zudem bekanntgegeben, dass das Motorschiff Rigi mit Jahrgang 1955 auf Frühling 2017 ausser Betrieb genommen wird. Im Schnitt legt die MS Rigi zwischen Ostern und Allerheiligen täglich 140 Kilometer zurückgelegt. Im Winter wird es nicht mehr eingesetzt.

rem

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Leserkommentare (16)
  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 02.12.2013 15:07

    „Die SGV-Tochterfirma Shipte baut und plant ein neues Motorschiff“.
    Mit der Planung und Umsetzung beauftragt wird – wie bereits beim MS Saphir – das Designbüro judel&vroljik aus Bremerhaven. Ja um Himmelswillen, wer plant und baut (setzt um) nun konkret?????

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    geschrieben am 02.12.2013 14:31

    Die schönen alten Motorschiffe "Pilatus", "Reuss", und nun das MS "Rigi", sie alle waren und sind dem Untergang geweiht. Mit den 14 Millionen liessen sich diese nostalgischen Schiffe leicht restaurieren, wie u. a. die Beispiele MS Gotthard", "Winkelried" und "Schwyz" zeigen. Unverständlich ist, dass die Platzzahl bei einigen Motorschiffen reduziert wurde und man jetzt dafür ein neues, so genanntes MS "Ungetüm" baut.

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    geschrieben am 02.12.2013 14:20

    Leider wird das schöne Motorschiff "Schwyz" mit lokalem Namen (!!) die Rolle als Flaggmotorschiff dem futuristischen Monster abgeben müssen, und dieses wird wohl, wie seine Vorgänger der neusten Generation, den MS Cirrus und Saphir, auf einen nicht mehr auf die Umgebung bezogenen Namen getauft werden. Da lob ich mir die anderen CH Schifffahrtsgesellschaften, deren neue Kreationen auch einheimische Namen tragen (Ausnahme das MS Pantha Rey). Und ein weiteres Kompliment gebührt diesen Firmen, dass sie schlummernde Dampfschiffe und auch alte Motorschiffe wieder zu neuem Leben erwecken, statt sie zu verschrotten.

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    geschrieben am 02.12.2013 13:57

    Wir Aktionäre wurde nicht über das sündhaft teure Vorhaben informiert, sondern einfach vor die Tatsache gestellt. Es hiess aber, dass die SGV bei den Dampfschiffeinsätzen sparen müsse, weil deren Unterhalt und Treibstoff zu teuer sei. In Wirklichkeit war das eine Umlagerung der Gelder von den DS in das neue 14 Millionenprojekt. Wir wurden also hinters Licht geführt. Prominentes Sparopfer in diesem Jahr war das DS Gallia, obwohl es sin 100 jähriges Jubiläum feiern konnte. Das neue Schiff ist eine Katastrophe und passt überhaupt nicht auf den See. Es erdrückt die andern schönen Dampf- und Motorschiffe. Aber eben, die SGV will mit dieser Luxusjacht den reichen Asiaten und Arabern imponiere.

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    geschrieben am 27.10.2013 05:49

    Was genau passiert mit der MS Rigi? Sie ist zwar kein Dampfer, aber sie funktioniert seit 1955. Wurde sie für 60 Jahre Lebensdauer gebaut? Wie stark spielen Amortisationskosten für den Schifffahrtbetrieb eine Rolle?
    Hier ein Bild der MS Rigi http://www.schiffbilder.de/name/einzelbild/number/20774/kategorie/Motorschiffe~Binnenschiffe~Fahren.html

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    geschrieben am 25.10.2013 09:55

    Das "Dampfbügeleisen" (ha, ha) sieht sehr elegant aus. Schade jedoch, dass so wenig Sitzplätze auf den Aussendecks zu finden sind! Auf den Wasserfall kann ich verzichten. Da ist genügend Wasser ums Schiff herum, dafür gibts ein paar Sitzplätze mehr.

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    geschrieben am 23.10.2013 20:57

    Das wird ein tolles Schiff - gratuliere den "Entwerfern".

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    geschrieben am 23.10.2013 14:23

    Sehr schönes Schiff, modern, wie eine Megajacht eines Milliardären. Da kann man sich immerhin für ein paar Stunden als Reicher fühlen! Spass beiseite. Ich finde das ein wirklich genlungener Wurf, sehr hübsch. Da kann man sich freuen!

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    geschrieben am 22.10.2013 22:41

    Ein Kreuzfahrtschiff für den Vierwaldstättersee! Anders kann man den Kommentar von Herr Felber jedenfalls nicht deuten...

    Die Antriebsart steht im Text: HYBRID (also Dieselmotor mit Elektroantrieb kombiniert), mit Radar ist sowieso jedes Schiff ausgerüstet und Anzahl Rettungswesten sowie Beiboote müssen gemäss gesetzlichen Vorgaben vorhanden sein. Da wo Sie wahrscheinlich ein Schwimmbad sehen ist nichts anderes als eine lichtdurchlässige Kuppe um das darunterliegende Geschoss zu erhellen!
    Auf den Bildern sieht man nur die Präsentation des Architekten, funktionale oder sicherheitstechnische Einrichtungen sind da meistens weggelassen damit die Optik nicht getrübt wird.

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    geschrieben am 22.10.2013 17:17

    Frage: Mit was wird geheizt und gefahren? Wie werden die Stühle und Sitze am Boden angemacht? Gibt es Rettungsboote? Radar bei Nebel und Nacht? Ein Schwimmbad gibt es sicher nicht? Wie sieht die Auslastung der Schiffe aus? 10 % ? Wird nun endlich der Anschluss an das Postauto in Beckenried nach Buochs gewährleistet. 2 Minuten zu spät?

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    geschrieben am 22.10.2013 17:42
    als Antwort auf das Posting von Martin Felber, Buochs am 22.10.2013 17:17

    Herr Felber, aus erster Hand weiss ich folgendes: Geheizt wird mit Wärmespeicher aus einer Erdsonde und gefahren wird mit Manneskraft, 24 Ruderer sorgen für den Antrieb. Weder Sitze noch Bänke, aber die Melkschemel sind mit Lederbezug, dürfen aber nicht auf Deck befestigt werden. Es gibt einen Rettungsring für alle, er hat einen Durchmesser von 68 Metern. Kein Schwimmbad, dafür eine Sauna und die längste Wasserrutsche in Europa. Radar sogar bei Kaffee und Kuchen, Auslastung 145%. Man munkelt dass das Schiff die Postautovebindung Buochs beckenried sogar ersetzt. Schöne neue Welt zwinkern

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    geschrieben am 22.10.2013 18:18
    als Antwort auf das Posting von Robi Koller, Luzern am 22.10.2013 17:42

    Ich fand das ursprüngliche Konzept mit den 252 WCs an Bord und dem Biogasantrieb vielversprechender, aber leider musste aus bekannten Gründen auf diese bewährte Lösung verzichtet werden.
    Gefahren wird hoffentlich mit dem Schiff, sonst würden die Billetpreise sicher wieder von irgendwelchen Miesmachern kritisiert.
    Die Sessel sind natürlich wie in der Hochseefahrt üblich mit Dübeln und Flügelmuttern befestigt.
    Und da Dampfbügeleisen noch nie in eine Havarie mit Personenschäden verwickelt waren, verfügen sie lediglich über ein Gummiboot für den Lotsen, und anstelle des Radars kommen hochmoderne Abstandswarner aus alten VWs zum Einsatz - die funktionieren auch bei Nacht und Nebel.
    Ich hoffe, zur Klärung beigetragen zu haben.

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    geschrieben am 22.10.2013 13:06

    Wann baut die Shiptec wieder mal ein Schönes Schiff? Eines mit viel Liebe zum Detail, so wie man früher gebaut hat. Die Passagiere möchten nicht nur bei den alten Dampschiffen staunen.

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    geschrieben am 22.10.2013 14:59
    als Antwort auf das Posting von Robi Koller, Luzern am 22.10.2013 13:06

    Ja, ja, die ewig gestrigen, die allem neuen im Wege stehen. Ich wünsche ihnen viel Mut zum Neuen.

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    geschrieben am 22.10.2013 15:12
    als Antwort auf das Posting von Carlo Hofer, Zürich am 22.10.2013 14:59

    Auch Neues kann schön sein, aber sie scheinen mich ja gut zu kennen zwinkern

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 22.10.2013 12:49

    Sieht aus wie ein Dampfbügeleisen.

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