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Passagiere ärgern sich über unpünktliche Busse

LUZERN ⋅ Busse stehen während den Stosszeiten im Stau. Das ärgert auch die Passagiere, wie eine Umfrage zeigt. Ansonsten gibts viel Lob für den öffentlichen Verkehr.

Erhebungen des Verkehrsverbund Luzern zeigen: Viele Buspassagiere sind mit dem öffentlichen Verkehr in und um Luzern im Grossen und Ganzen zufrieden. Dafür verteilten die Passagiere 74 von 100 möglichen Punkten. Mit je 76 Punkten erhielten die Kantone Obwalden, Nidwalden und Uri leicht bessere Bewertungen, wie eine Umfrage des Verkehrsverbund Luzern zeigt.

Sorgenkind Pünktlichkeit

Dieselben Umfrage zeigt aber auch: Fahrgäste werden mit der Pünktlichkeit der Busse zu den Stosszeiten in der Stadt und Agglomeration Luzern immer unzufriedener. Von 2006 bis 2014 reduzierte sich die Punktzahl um 12 Punkte und liegt nun bei 56 Punkten. «Die Zuverlässigkeit der Busse im städtischen Raum bleibt unser Sorgenkind», sagt Daniel Meier, Geschäftsführer des Verkehrsverbund Luzern. «Deshalb setzen wir uns weiterhin für Massnahmen zur öV-Bevorzugung ein». Will heissen: Busspuren oder Verkehrsmanagementanlagen, sprich Grünphasen für Busse an Ampeln, Rotphasen für Autos.

Linie 1: Mehr zufriedene Fahrgäste

Der markante Ausbau des öffentlichen Verkehrs auf den Fahrplanwechsel vom Dezember 2013 machte sich in der Befragung ebenfalls bemerkbar. Unter anderem konnte das Kriterium «dichter Fahrplan» um 3 Punkte auf 74 Punkte gesteigert werden. Besser als 2012 bewerteten die Fahrgäste auch das Sicherheitsgefühl in den Fahrzeugen. Ebenfalls erfreulich entwickelt sich die Gesamtzufriedenheit der am stärksten benützten Linie 1 Kriens–Luzern–Maihof. Mit 74 Punkten erhöhte sich die Bewertung um 5 Punkte gegenüber 2012. Der Verkehrsverbund führt diese Steigerung auf die Einführung des Systems RBus (Rapid Bus) zurück. In einem ersten Schritt wurden auf der Linie 1 neun neue Doppelgelenk-Trolleybusse im tramähnlichen Design eingesetzt. Bis 2025 will der Verkehrsverbund schrittweise weitere Infrastrukturmassnahmen zur Busbevorzugung umsetzen.

Am Montag hatte die Stadt Luzern mitgeteilt, dass die Busse auf der Pilatusstrasse zwischen 17 und 18 Uhr durchschnittlich um eine Minute schneller am Bahnhof seien. So könne auf der Linie 1 zwischen Obernau und Bahnhof fünf Prozent Fahrzeit eingespart werden.

Insgesamt verteilte der Verkehrsverbund Luzern zwischen dem 18. August und dem 28. September 2014 6236 Fragebogen. 3738 oder 59,9 Prozent wurden ausgefüllt zurückgesendet.

Jetzt ist Ihre Meinung gefragt!

Wie zufrieden sind Sie mit dem Busangebot in der Stadt und Agglomeration Luzern? Haben auch Sie Erfahrungen mit pünktlichen oder unpünktlichen Bussen gemacht? Teilen Sie uns Ihre Erfahrungen mit! Loggen Sie sich auf unserem Portal ein und geben Sie gleich unten Ihren Kommentar ab.

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Leserkommentare (8)
  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 04.02.2015 19:21

    Selbst mit den regulären Reisezeiten brauchen die Busse häufig doppelt bis dreifach so lange wie mit dem Individualverkehr (inkl. Velo und Töff). Ganz schlimm ist es zu Stosszeiten, wenn die Busse dann zusätzlich 10-20min brauchen. Ob jetzt die Busse 1 Minute früher am Bahnhof sind, ist irrelevant. Ich bin deshalb der Meinung, dass man auf S-Bahnen und direkte Verbindungen und Überlandbusse setzen sollte. Das macht den ÖV attraktiver.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 05.02.2015 09:48
    als Antwort auf das Posting von Andreas Weber, Emmenbrücke am 04.02.2015 19:21

    Das Posting verstösst gegen unsere AGB und wurde daher gelöscht.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 04.02.2015 17:27

    Wie kann es sein,das nicht einmal an einem Sonntagmorgen (7.00) der Fahrplan eingehalten werden kann? Geschehen auf Linie 1, Alpenstrasse Richtung Bahnhof Luzern. Und das nicht nur einmal! Das ist ganz einfach Unfähigkeit. Da bringt auch die Verbannung des Individualverkehrs keine Besserung.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 04.02.2015 16:32

    Aber vorgestern haben Sie geschrieben die Bus sind EINE Minute schneller. Noch gut oder ??
    (Und die Autos stecken 15 Minuten im Stau länger)

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 04.02.2015 11:41

    Der private Verkehr steht noch mehr im Stau und dieser wird laufend zunehmen, durch die immer neuen Schikanen. Wenn die Stadt keinen Autoverkehr will, können Sie diesen ja komplett sperren und nur noch die Busse zirkulieren lassen. Eine tote Stadt ohne interessante Geschäfte wird vielleicht der ROT/GRÜNEN Regierung gefallen.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 04.02.2015 22:06
    als Antwort auf das Posting von Josef Hofstetter, Horw am 04.02.2015 11:41

    das liegt daran, dass die leute in der schweiz nicht effizient ein- und aussteigen. geht man nach london oder münchen merkt man, wie zügig das ganze geht. da wird auch nicht so übervorsichtig beschleunigt und gebremst, nein, da gehts vorwärts.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 04.02.2015 13:35
    als Antwort auf das Posting von Josef Hofstetter, Horw am 04.02.2015 11:41

    herr hofstetter, hier hat mich jemanden belehrt, dass nichtautomobilisten länger in der stadt sind und mehr geld ausgeben. nun, sei es so, macht luzern autofrei. ich finde meine nötige infrastruktur die ich benötige rund um luzern und gebe schon lange nur das allernötigste in der stadt selber aus. ich bin halt nicht so hip und fahre ein böses auto, mit dieser ausgrenzung kann ich gut leben.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 04.02.2015 18:29
    als Antwort auf das Posting von andy meier, luzern am 04.02.2015 13:35

    andy meier; Danke, das habe ich auch gelesen. Ich weis, das die Fantasie keine Grenzen kennt. Es ist auch nicht mehr so interessant in der Stadt, wenn ich an die Preise denke, wo man bereits fast Fr. 5.00 bezahlt für einen Kaffee. Vermutlich sind die Wasserpreise in der Stadt so hoch.

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