Neue Luzerner Zeitung Online

«Giftig»-Plakate: Das Versteckspiel ist zu Ende

WAHLEN ⋅ Die Jungen Grünen stecken hinter der Nacht-und-Nebel-Aktion, Wahlplakate mit Warnhinweisen zu versehen. Sie haben damit bei einer betroffenen Partei Kritik ausgelöst – aber nicht wegen der Botschaft an sich.

Am Dienstagmorgen gab es eine Überraschung an einigen der Plakatwände, mit welchen Parteien im Hinblick auf die kantonalen Wahlen für sich werben. Die Werbebotschaften bürgerlicher Parteien waren über Nacht zusätzlich mit Warnhinweisen versehen worden: Blickfänger waren grosse Piktogramme, wie sie auf Verpackungen aufgedruckt sind, um davor zu warnen, dass Substanzen ätzend oder tödlich giftig sind.

Die Sache war gut durchgeplant: Am selben Morgen versandte ein «Komitee Risiken bürgerlicher Politik» die dazugehörige Medienmitteilung, die unter anderem auf die durchgestaltete Website www.risiken-bürgerlicher-politik.ch verwies. Allerdings fehlte überall die Erwähnung, wer eigentlich hinter der Sache stecke.

Anonymität wird kritisiert

Am Mittwoch erst, also Tags darauf, haben die Jungen Grünen sich als Urheber zu erkennen gegeben. «Fertig spekuliert: Wir stecken hinter der Kampagne ‹Risiken bürgerlicher Politik›», steht am Vormittag im neusten Facebook-Eintrag der Jungpartei. Zuvor haben die Initianten nicht auf Anfragen der Neuen Luzerner Zeitung reagiert.

Gerade für die Anonymität hat den Jungpolitikern und -politikerinnen aber Kritik eingebracht. Die FDP, deren Plakate ebenfalls mit Warnhinweisen versehen worden waren, empfand die anonyme Meinungsäusserung  «verwerflich und der Schweizer Demokratie unwürdig». In einer Medienmitteilung forderten sie die Verantwortlichen auf, sich zu erkennen zu geben, damit ein politischer Diskurs erfolgen könne. 

cv

Login


 
Leserkommentare (7)
  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 05.03.2015 22:56

    Wieso ist es relevant, von welcher Partei diese Aktion durchgeführt wurde?
    Diese Plakate sprechen alle Menschen an, die Argumente, Slogans und Versprechungen der bürgerlichen Parteien mal kritisch zu hinterfragen.
    Es ist jedoch nicht sehr verwunderlich, dass niemand zu den Argumenten, welche auf der Webseite präsentiert werden, Stellung bezieht. Sind wohl die Gegenargumente ausgegangen?

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 06.03.2015 11:30
    als Antwort auf das Posting von Franziska Mennel, Emmen am 05.03.2015 22:56

    Summarisch beklagen die sogenannten Argumente den Umstand, dass bürgerliche Politik andere Prioritäten setzt, als von der Linken gefordert. Das wussten wir eigentlich schon vorher ohne diese Guerilla-Aktion.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 06.03.2015 11:23
    als Antwort auf das Posting von Franziska Mennel, Emmen am 05.03.2015 22:56

    Ich bin Velofahrer, fahre mit der ÖV zur arbeit, habe zwar ein Auto. Aber solche schwachsinnige Aktion, setzen sich die Grüne selber schachmatt! Einfach nur Birreweich. Gruss Dicky-Dick Lozärn

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 05.03.2015 14:16

    Kaffeeschwach, weder lustig, zielführend oder gar konstruktiv, sondern wie immer pauschalverurteilend.
    Hoffentlich wurden die Plakate wenigstens mit Velo und Anhänger an die Aufstellorte gekarrt.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 05.03.2015 14:07

    Neukom. Wusst ich's doch.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 05.03.2015 22:33
    als Antwort auf das Posting von Dan Felber, Emmenbruecke am 05.03.2015 14:07

    Martin Neukom wohnt in Winterthur.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 06.03.2015 11:20
    als Antwort auf das Posting von Samuel Kneubühler, Luzern am 05.03.2015 22:33

    - und Frau Sijbesma die Registrantin der Website in Maschwanden. Und jetzt?

  • ↓   Alle Kommentare anzeigen   ↓
Diskutieren Sie mit
Die Redaktion sichtet die Leserkommentare und schaltet sie zwischen 7 und 19 Uhr frei. Sie behält sich vor, Beiträge, die die Spielregeln zur Kommentarfunktion verletzen, nicht zu publizieren oder zu kürzen. Am meisten Chancen haben Kommentare, die direkt auf einen Artikel eingehen. Beiträge mit ehrverletzenden, rassistischen oder unsachlichen Äusserungen publizieren wir nicht. Der Korrespondenzweg ist ausgeschlossen. Leserkommentare können vollständig oder auszugsweise in der Neuen Luzerner Zeitung und ihrer Regionalausgaben publiziert werden.


Die Kommentarfunktion steht für diesen Artikel nicht mehr zur Verfügung. Entweder ist der Diskussionszeitraum abgelaufen oder die Diskussion zu diesem Thema wird in einem separaten Forum weitergeführt. Siehe www.luzernerzeitung.ch/forum

Anzeige:

Anzeige:

Webcam

Luzern Luzern

Anzeige:

Newsletter zur Region? Hier bestellen

Newsletter

zugerpresse.ch Jeden Mittwoch Neu

Zugerpresse