Musegg-Parkhaus nimmt erste Hürde hauchdünn

VERKEHR ⋅ Das Luzerner Stadtparlament hat eine Volksmotion von Gegnern des Projekts für ein Parkhaus unter dem Musegghügel hauchdünn abgelehnt. Der Entscheid im Parlament fiel denkbar knapp.

Das Votum fiel mit dem Stichentscheid des Ratsvorsitzenden Jörg Krähenbühl (SVP) mit 24 zu 23 Stimmen.

Die Volksmotion «Für den Luft- und Lebensraum in den betroffenen Quartieren! Für die Museggmauer! Gegen das Parkhaus Musegg!» verlangte einen Planungsbericht. Darin sollte der Stadtrat erklären, ob das Projekt ohne Mehrverkehr und Gefahr für die Museggmauer überhaupt realisiert werden kann.

Initianten erfreut

Die Initianten äusserten sich in einer Mitteilung erfreut über den Entscheid des Parlaments. «Der Entscheid hat aufgezeigt, welchen Themen das Projekt noch spezielle Aufmerksamkeit widmen muss. Es ist uns natürlich klar, dass das Projekt nur dann mehrheitsfähig ist, wenn wir zu diesen Themen überzeugende Lösungen liefern können. An die Arbeit haben wir uns schon seit Anfang März gemacht. Und heute erstmals auch politisch den Puls fühlen können», sagt Fritz Studer, Verwaltungsratspräsident der Musegg Parking AG, im Nachgang an den Parlamentsentscheid.

36 Cars und 700 Autos

Das private Projekt sieht ein Parkhaus im Musegghügel für 36 Cars und 700 Autos vor. Kosten soll es rund 150 Millionen Franken. Die Fahrzeuge fahren von der Seite Nölliturm durch einen Tunnel in das Parking. Von dort wird ein Fussgängerstollen zum Falkenplatz in der Altstadt führen. Das Vorhaben soll die Innenstadt vom Verkehr entlasten.

Die Musegg Parking AG will bis im Frühling 2016 mit 1,8 Millionen Franken ein Vorprojekt ausarbeiten. Ein halbes Jahr später sollen die Stimmberechtigten über die Zonenplanänderung abstimmen können.

Neben der Idee für ein unterirdisches Parkhaus im Musegghügel gibt es auch die einer Metro. Dabei sollen die Cars gemäss der Idee ebenfalls privater Initianten am Stadtrand im Gebiet Ibach parkieren und die Touristen dann mit einer Metro zum Schwanenplatz fahren. Die Kosten für das Projekt liegen gemäss Initianten bei 400 Millionen Franken. (sda/rem)


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