Schäferhund treibt in Willisau sein Unwesen

LUZERN ⋅ Er tötet Katzen, reisst Schafe und macht selbst vor Menschen nicht Halt: Ein Schäferrüde hält das Luzerner Hinterland in Atem. Jetzt haben sich die Behörden eingeschaltet.

«Kein Kommentar.» Das ist die Antwort der Besitzerin eines Schäferhundes, wenn man sie auf ihren Schäferhund anspricht. Dieser hat in Willisau in den vergangenen Monaten immer wieder für Schrecken gesorgt. Er hat Büsi getötet, ein Schaf gerissen, einen anderen Hund tödlich verletzt und sogar Menschen angegriffen. Der Besitzerin scheint das nicht allzu viel auszumachen. Einer Frau, in deren Jacke sich der Rüde verbissen hatte, soll sie zugerufen haben, der Angriff habe nicht ihr gegolten, sondern ihrem mitgeführten Hund. Viele im Städtchen fragen sich inzwischen: «Muss denn zuerst ein Kind sterben, bevor etwas geschieht?» Fakt ist: Der Willisauer-Problemhund ist beim Veterinärdienst kein Unbekannter. Hans-Urs Vogel, Leiter Tierschutz und Hunde bei der kantonalen Dienststelle, sagt: «Im angesprochenen Fall läuft ein Verfahren. Es wurden Massnahmen angeordnet.»

Thomas Heer

 


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