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Stadt Luzern plant Ausbau der Betreuungsplätze

SCHULEN ⋅ Trotz Sparauftrag will die Regierung der Stadt Luzern zusätzlich die Betreuungsplätze in den Schulen ausbauen. Der 2012 beschlossene Ausbau reicht nicht.

Im Herbst 2012 hatte der Grosse Stadtrat einen etappierten Ausbau der schulergänzenden Betreuung in der Volksschule beschlossen. Demnach sollen bis zum Beginn des Schuljahres 2017/18 während der Schulwochen 560 Tagesplätze und zusätzlich 220 Plätze über Mittag den Kindergärtnern und Primarschülern zur Verfügung stehen. Im aktuellen Schuljahr gibt es 498 Tages- und 168 Mittagsplätze.

Es sei heute absehbar, dass der angestrebte Endausbau der Betreuungsplätze nicht bedarfsgerecht sein werde, schreibt die Stadtregierung in der am Dienstag veröffentlichten Antwort auf eine Interpellation von Theres Vinatzer und René Meier namens der SP/Juso-Fraktion. Von 2018 bis 2020 solle das Angebot deshalb weiter ausgebaut werden.

Für die Kindergarten- und Primarschulstufe rechnet der Stadtrat mit weiteren 150 benötigten Ganztagesplätzen. Zudem soll neu in den Sekundarschulen ein altersadäquates Mittagsangebot realisiert werden.

In einer rudimentären Schätzung kommt der Stadtrat auf Ausbaukosten von rund zwei Millionen Franken. Dieser Beitrag sei in der Finanzplanung 2016 bis 2020 nicht enthalten, schreibt die Regierung. Die Bildung müsse im Rahmen der Spar- und Entlastungsmassnahmen ebenfalls ihren Beitrag leisten. Es müsse aber möglich sei, Bereiche auszubauen, wenn dies nötig sei.

Der Stadtrat will die genauen finanziellen Folgen in einem Bericht aufzeigen. Dieser soll dem Grossen Stadtrat noch im laufenden Jahr mit der Finanzplanung 2017 bis 2021 vorgelegt werden.

rem/sda

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