Stadtrat will sich für Wohnqualität engagieren

LUZERN/SPANGE NORD ⋅ Das Verkehrsprojekt Bypass soll möglichst wenig negative Auswirkungen auf städtische Wohnquartiere haben. Der Stadtrat gibt sich in seinem Bericht zu einer Volksmotion einig mit deren Initianten.

Gegen die Zerstörung der Lebensqualität in städtischen Wohnquartieren durch die «Spange Nord» haben sich im September letzten Jahres 586 Personen gewehrt. Sie haben die Volksmotion «Keine Quartierzerstörung durch die Spange Nord» unterschrieben. Sie forderten den Stadtrat auf, dass er sich mit allen Mitteln bei den planenden Stellen von Bund und Kanton Luzern für möglichst geringe negative Auswirkungen einsetzt.

Mehrwert für Quartiere als Verhandlungsziel

Der Stadtrat geht gemäss seiner Antwort davon aus, dass er bis Anfang 2016 zur Stellungnahme zum überarbeiteten Vorprojekt eingeladen wird, um das Projekt vertieft hinsichtlich Stadtverträglichkeit zu prüfen. Dabei teilt er die in der Volksmotion formulierten Anliegen, dass das Projekt im Bereich der Spange Nord stark optimiert und dessen negative Auswirkungen auf ein Minimum reduziert werden müssen. Insbesondere verfolgt er das Ziel, dass die benötigte Strassenfläche durch Verkehrsregulierung reduziert wird und dass ein Mehrwert für die Quartiere erkennbar ist.

Er nehme die Anliegen der Volksmotion entgegen, erachte aber einen ebenfalls geforderten separaten Planungsbericht als wenig zielführend. Die Volksmotion möchte er als weniger verbindliches Postulat entgegennehmen.

Mit dem Gesamtsystem Bypass, bei dem der Kanton die Federführung inne hat, soll der motorisierte Verkehr vom Stadtzentrum auf die neue Umfahrung, bestehend aus der Spange Nord und der Stadtautobahn, verlagert werden. 

pd/cv


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