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Streit blockiert Bürgenstockbahn

NIDWALDEN ⋅ Eigentlich ist auch die 1888 erbaute Standseilbahn Teil des Grossprojekts auf dem Bürgenstock. Ob die Bahn überhaupt je wieder fährt ist jedoch ungewiss.

Grossaufmarsch auf dem Bürgenstock: 3500 Besucher kamen am Sonntag an den Tag der offen Baustelle des 485 Millionen Franken schweren Resort-Projekts. Bis 2017 soll die drei Hotels mit insgesamt 800 Betten und weitere Gebäude fertiggestellt sein.

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Nicht in Stein gemeisselt»

Unter anderem stellt sich derzeit die Frage, wann die Standseilbahn von Kehrsiten hinauf ins Bürgensock-Hotel wieder fährt. Gemäss Bruno Schöpfer, Direktor der Investorin Katara Hospitality Switzerland AG, ist dies alles andere als klar. Er stellt auf Anfrage der «Neuen Luzerner Zeitung» gar in Frage, ob sie überhaupt je wieder in Betrieb geht: «Das ist nicht in Stein gemeisselt.» Grund sind die harzigen Verhandlungen mit dem Bund. Einerseits macht das Bundesamt für Kultur Auflagen für die 1888 erbaute Bahn. Weiter wird verhandelt, ob sie ins öffentliche Verkehrsnetz integriert und damit subventioniert wird. «Für uns ist das ganz klar eine ÖV-Anlage», sagt Schöpfer, der nicht bereit ist, die vollen Kosten zu tragen.

Milena Bächler, Präsidentin des Kurvereins Kehrsiten sagt indes: «Wir hoffen schon, dass sie baldmöglichst wieder fährt.» Für das Restaurant Tell bei der Talstation etwa, sei die Bahn die Lebensader.

 

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Leserkommentare (2)
  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 20.07.2014 18:46

    Es ist ja schon ein Skandal, dass die Behörden dem Abbruch der Standseilbahn und dem Hotel Belvedere auf dem Bürgenstock zugestimmt haben, aber dass man nicht auf den Wiederaufbau beharrt ist unbegreiflich. Die Bahn ist immerhin im Register der schützenswerten Bahnen des Heimatschutzes eingetragen. Will ein Durchschnittsbürger ein paar Balken an seinem geschützten Haus auswechseln, werden ihm Auflagen gemacht, dass einem alles Vergeht, aber ein Staatsfonds von Katar, welcher mehrere Milliarden schwer ist, kann anscheinend machen was er will.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 16.06.2014 12:04

    Wie beim "Gütsch": die ausländischen Investoren drücken sich vor der Verantwortung und der Tradition: in Russland un Kater hat öV keinen Stellenwert, er hat keinen Prestige. Und dazu noch so alte "Bähnli" - was soll man damit?
    Also lieber auf den Kanton abschieben, sodass der betreffende Kanton etwas bezahlen soll.

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