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Veloweg: Kanton Luzern als Spielverderber?

Für den Bau des Velowegs auf dem alten Bahntrassee der Zentralbahn hoffte die Stadt Luzern auf den Kanton - vergebens. Doch ein grüner Kantonsrat will noch nicht locker lassen.

Noch rund drei Wochen werden die Zentralbahn-Züge mitten durch die Stadt Luzern rattern, bevor sie am 12. November im neuen Allmend-Tunnel verschwinden. Bis das alte Bahntrassee zu einem Velo- und Fussweg umgestaltet ist, dauert es aber noch zwei Jahre. Und auch die Finanzierung des 4,8-Millionen-Projekts ist nicht gesichert. Der Grund liegt beim Kanton, der – entgegen den Erwartungen der Stadt – nicht die Absicht hat, an die neue Langsamverkehrsachse zu bezahlen. Die neue Verbindung sei zwar im kantonalen Radroutenkonzept als «alternative Radroute» aufgeführt, sagt Beat Hofstetter, Abteilungsleiter beim kantonalen Amt Verkehr und Infrastruktur (vif). Im Bauprogramm 2011-2014 sei diese Route allerdings nicht vorgesehen.

Kantonsrat Michael Töngi (Grüne, Kriens) plant im Parlament eine Anfrage einzureichen, weshalb sich der Kanton nicht am neuen Radweg beteiligt. «Ausserdem möchte ich wissen, weshalb bei der Beratung im Kantonsrat mit falschen Zahlen operiert wurde», sagt Töngi. Es suggeriert worden, der Radweg koste nur 600'000 Franken und sei im Kredit für die Zentralbahn-Tieflegung enthalten. Tatsächlich geht man heute von Kosten von fast 5 Millionen Franken aus, die zudem nicht Teil des Kredits sind.

Robert Knobel

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