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Verkehrsbetriebe Luzern weihen neue Leitstelle ein

ÖFFENTLICHER VERKEHR ⋅ Die Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) haben eine neue Leitstelle eröffnet. Vom Kontrollraum aus werden bis zu 110 gleichzeitig verkehrende Busse dirigiert. Mit der neuen Anlage wollen die vbl bei Störungen Passagiere besser informieren.

Das neue Herzstück befindet sich an der Tribschengasse in Luzern in einem Nebengebäude des Bus-Depots. In einem Raum mit Computern und Bildschirmen, die Strassenabschnitte und Bushaltestellen zeigen, werden die VBL-Fahrzeuge, die alle über einen GPS-Sender verfügen, neu in der ganzen Schweiz überwacht.

Die Investitionen in die neue Leitstelle belaufen sich auf total knapp 1,8 Millionen Franken. Die Umstellung auf die neue Anlage, die von acht Disponenten teilweise rund um die Uhr betrieben wird, erfolgte bereits Mitte März. Sie verlief nach Angaben der VBL problemlos.

Von der Leitstelle aus werden unter anderem die elektronischen Informationstafeln an den Haltestellen etwa zu Staus, Unfällen und Unterbrüchen beschriftet. Zudem können von dort aus Informationen auf den Busbildschirmen angezeigt werden. Über Funk sind auch direkte Ansagen an die täglich rund 130‘000 Passagiere in den Bussen möglich.

Die neue Leitstelle macht es möglich, dass auch andere Transportunternehmen die Informationen aus der VBL-Leitstelle anzapfen können. Dazu zählt etwa die Auto AG Uri, die mit Bussen zwischen dem Gotthard-Kanton und Luzern verkehrt.

Noch Zukunftsmusik hingegen ist, dass die VBL direkt ins Verkehrsgeschehen im Grossraum Luzern eingreifen. Die neue Leitstelle sei jedoch so ausgerüstet, dass von ihr aus Lichtsignalanlagen gesteuert werden könnten, heisst es in der Mitteilung.

Die VBL seien technisch bereit, für die Stadt und den Kanton ein verbessertes Mobilitätsmanagement zu erbringen, schreibt das ÖV-Unternehmen. In den Hauptverkehrszeiten ständen die Busse des öffentlichen Verkehrs häufig im Stau, weil flächendeckend eigene Busspuren fehlten.

sda

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