Im Kanton Luzern beginnen weniger Jugendliche eine Lehre

BERUFSBILDUNG ⋅ Im Kanton Luzern sind per Ende August 4819 Lehrverträge abgeschlossen worden. Das sind 170 weniger als im Rekordjahr 2015. Grund für den Rückgang sind insgesamt 280 weniger Schulabgänger als im Vorjahr.

Die grosse Mehrheit, nämlich 4261 Jugendliche, hat ein Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis zum Ziel. 558 Jugendliche begannen eine zweijährige Lehre zum Berufsattest, wie die Luzerner Staatskanzlei am Dienstag mitteilte.

Mit 20 Personen mehr als im Vorjahr halte der Trend zur zweijährigen Ausbildung an, heisst es in der Mitteilung. Auch die Tendenz, erst in den Sommermonaten Juni, Juli und August Lehrverträge einzureichen, habe sich fortgesetzt.

798 Jugendliche starteten eine Ausbildung zur Berufsmatura, das sind 36 mehr als im Vorjahr. 388 Jugendliche absolvieren die Ausbildung schul- oder lehrbegleitend, 410 Personen stiegen nach ihrer Lehre in die Lehrgänge ein.

Im Kanton Luzern bieten Betriebe 5080 Lehrstellen in gut 200 Berufen an. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 226 Lehrstellen mehr. Die beliebtesten Berufe sind bei den Frauen Kauffrau, Fachfrau Gesundheit, Detailhandelsfachfrau, Fachfrau Betreuung und Detailhandelsassistentin. Bei den Männern sind es Kaufmann, Elektroinstallateur, Logistiker, Landwirt und Detailhandelsfachmann.

404 Jugendliche oder 12 Prozent der Schulabgänger begannen keine Lehre sondern starteten ein Brückenangebot. Dies entspreche dem Vorjahreswert und den Zielen des Kantons. Aus dem Migrationsbereich besuchen 54 Jugendliche ein Integrationsbrückenangebot und 23 Jugendliche sind in einem Programm zur Sprachförderung und zum Jobtraining. (sda)


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