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Weniger Straftaten – aber mehr Kriminalität im Internet

KANTON LUZERN ⋅ Im Kanton Luzern ist die Sicherheitslage stabil. Die Polizei befasste sich im letzten Jahr mit 26'700 Straftaten, knapp 1100 weniger als im Vorjahr. Klassische Delikte wie Gewalt, Diebstähle und Raube nehmen ab. Dagegen kommt es häufiger zu Straftaten übers Internet.

Insbesondere bei Betrugsdelikten, Erpressungen und Ehrverletzungen sei ein signifikanter Anstieg feststellbar, teilte die Luzerner Polizei am Mittwoch mit. Die Zahl der Betrügereien habe sich mehr als verdoppelt auf 615 Straftaten.

Insgesamt zeigt die Statistik laut Polizei aber, dass die Sicherheit im Kanton auf einem guten Stand ist. Die Kriminalitätslage zeigt sich trotz Bevölkerungszunahme tendenziell leicht rückläufig.

Registrierte Verstösse gegen das Strafgesetzbuch gingen um 9 Prozent auf 20'523 Delikte zurück. Überdurchschnittlich nahmen die Vermögensdelikte ab. Dazu beigetragen haben dürfte laut Polizei eine höhere Sensibilität der Bevölkerung für Schutzmassnahmen vor Einbrüchen dank Kampagnen und die erhöhte Polizeipräsenz an Brennpunkten. Auf ein historisches Tief ging die Jugendkriminalität zurück.

Straftaten gegen das Betäubungsmittelgesetz hingegen stiegen um 37 Prozent deutlich an auf 2'936 Fälle. Ebenso stieg die Anzahl hängiger Wirtschaftsdelikte. Insgesamt konnte die Polizei 12'500 Delikte oder rund 47 Prozent der Fälle aufklären.

15 Verkehrstote

Im Verkehr kam es auf Luzerner Strassen im vergangenen Jahr zu 2,8 Prozent mehr Unfällen (2'334), wie aus der ebenfalls am Mittwoch publizierten Verkehrsstatistik hervorgeht. Die Zahl der Verkehrstoten stieg um vier auf 15, jene der Verletzten um vier Prozent auf 1'286 Personen. Im Mehrjahresvergleich handle es sich bei den Verkehrstoten nicht um einen Ausreisser.

Der immer dichter werdende Verkehr widerspiegle sich auch bei den Unfallursachen, heisst es im Bericht. So sei bei den Auffahrunfällen eine leichte Zunahme feststellbar. Unfälle unter Alkoholeinfluss hingegen seien leicht rückläufig, während solche unter Drogeneinfluss stiegen. (sda)

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