15 Einsprachen gegen Verlängerung der Buslinie 1

EBIKON ⋅ Viele Ebikoner wollen keine Leitungsmasten auf ihrem Grundstück. Sie könnten enteignet werden.

23. September 2016, 05:00

Auf der Verlängerungsstrecke der Buslinie 1 vom Maihof bis zur Mall of Switzerland sollen für die Elektrifizierung etwa 250 Fahrleitungsmasten und 160 Mauerbolzen montiert werden (Ausgabe vom 23. August). Diesbezüglich haben die Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) Kontakt mit betroffenen Ebikonern aufgenommen. Doch nicht alle der rund 300 Grundeigentümer sind damit einverstanden und haben deshalb Einsprache eingereicht.

Die Planauflage für die Elektrifizierung der Buslinie 1 ist seit dem 20. September beendet. Laut Bundesamt für Verkehr (BAV) sind bis gestern 15 Einsprachen eingegangen. Da aber der Poststempel massgebend ist, könnten auch noch in den nächsten Tagen Beschwerden beim Amt eingehen. Die Einsprachen werden nun vom BAV geprüft. Ihre Resultate werden in ein paar Wochen den Verkehrsbetrieben Luzern (VBL) weitergeleitet. Die VBL haben mit Einsprachen gerechnet, wie Mediensprecher Christian Bertschi auf Anfrage sagt: «Wir haben bereits direkte Rückmeldungen von Grundei­gen­tümern erhalten mit der Ankündigung, dass sie Einsprache erheben werden.»

Wird keine Einigung gefunden, kann es zu Enteignungen kommen, ähnlich wie bei der Linienverlängerung 8 in die Büttenenhalde. Für die VBL sei die Elektrifizierung die einzige Variante, so Bertschi.

Doppelstöckige Busse seien für diese Linie, die ab Fahrplanwechsel Dezember 2019 von Kriens zur Mall of Switzerland führt, nicht möglich, da es doppelstöckige elektrische Fahrzeuge gar nicht gibt: «Die grössten verfügbaren Trolleybusse sind die in Luzern eingesetzten Doppelgelenktrolleybusse, die wir auf der Linie 1 einsetzen.» (sam.)


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