Schlager-Nacht in Luzern: 5000 Fans lassen die Halle beben

VOLKSMUSIK ⋅ Wenn es auf der Allmend von Fans in Dirndl und Lederhosen nur so wimmelt, ist Schlager-Nacht angesagt. Ein Künstler machte Hansi Hinterseer dort kräftig Konkurrenz.

19. März 2017, 23:02

Astrid Longariello

stadt@luzernerzeitung.ch

Wenn die Schlagerköniginnen und -könige rufen, erscheinen die Fans in Scharen: Die 17. Schlager-Nacht vom Sonntagabend auf der Luzerner Allmend lockte mit einem hochkarätigen Angebot. Keine Geringeren als der vom «Musikantenstadl» abservierte Andy Borg, der Herzensbrecher Hansi Hinterseer, Entertainer Leonard, der urchige Schweizer Stefan Roos und viele mehr heizten dem Publikum in der Messe 1 so richtig ein. Nur Dieter-Bohlen-Liebling Vanessa Mai musste krankheitsbedingt absagen.

Schon vor Konzertbeginn war die Halle mit gut 5000 Fans gefüllt. Hübsche «Dirndls» und fesche Lederhosenknaben liessen keinen Zweifel offen: Schlager war Trumpf. Das bestätigten die beiden aus Sachseln und Flüeli-Ranft angereisten Fans Josef und Peter Müller. «Schlager ist einfach immer mehr in. Eigentlich haben wir den Schlager durch Beatrice Egli so richtig lieben gelernt. Und heute freuen wir uns auf Fantasie und Andy Borg», meinten sie.

Dann, Punkt 18 Uhr, gingen die Lichter aus. Aus den Boxen ertönt «Einen Stern, der deinen Namen trägt» – ein Lied, zu dem jeder Schlagerfan automatisch mitsingt. Moderator und Sänger Leonard schaffte es darauf auf Anhieb, mit seinem Song «Zwei wie wir» das Publikum zu faszinieren. Gekonnt verwies er auf die vielen noch auftretenden Künstler. Erstaunlicherweise erhielt für einmal nicht Hansi Hinterseer die Vorschusslorbeeren, sondern Andy Borg: Nur schon die Erwähnung seines Namens liess die Halle erbeben. Pfiffe, Gestampfe, Applaus und sogar Schreie weiblicher Fans verhalfen Andy Borg schon vor dem eigentlichen Auftritt zu einem «Sieg».

Ex-Miss reisst Fans von den Stühlen

Die undankbare Aufgabe des musikalischen Auftakts fiel Ex-Miss-Schweiz Linda Fäh zu. Sie meisterte diese allerdings mit Bravour. Indem sie auf bekannte Melodien wie «Fiesta Mexicana», «Mendocino» oder «Du kannst nicht immer 17 sein» setzte, riss sie die Fans bald von ihren Stühlen. Ähnliches gelang Stefan Roos. Mit seinem Eröffnungslied «Alls, was bruchsch uf de Wält, das isch Liebi», animierte er 5000 Leute zum Mitsingen.

In Profimanier erschien später Andy Borg. Mit seinem Humor und gewaltiger Bühnenpräsenz dominierte er den Abend. «Musikantenstadl» war in Luzern eingekehrt. Und wie es Leonard so schön sagte: «‹Musikantenstadl› ohne Andy Borg geht nicht.» Der Abend zeigte einmal mehr: Schlager ist auf dem Vormarsch.

Video: Schlager-Nacht in Luzern

Wenn es auf der Allmend von Fans in Dirndl und Lederhosen nur so wimmelt, ist Schlager-Nacht angesagt. Ein Künstler machte Hansi Hinterseer dort kräftig Konkurrenz. (Leserreporter Sandra Kunz, 19.03.2017)




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