Ballwil und Hohenrain einigen sich im Streit um Ottenhuser Kinder

BILDUNG ⋅ Die Primarschüler des Hohenrainer Gemeindeteils Ottenhusen können weiterhin in der Gemeinde Ballwil die Schule besuchen. Darauf haben sich die Gemeinderäte geeinigt. Ballwil ist bereit, die Ottenhuser Kinder zu einem günstigeren Tarif zu unterrichten.

19. Oktober 2016, 10:22

Wie die Gemeinde Ballwil am Mitttwoch mitteilte, konnten sich die Exekutiven der beiden Nachbargemeinden auf einen neuen Schulvertrag einigen. Der neue Vertrag soll ab dem 1. August 2019 für 16 Jahre dauern. Er muss noch von den Gemeindeversammlungen genehmigt werden.

Hohenrain hatte 2015 den Schulvertrag gekündigt, weil es für die Gemeinde günstiger sei, wenn die Ottenhuser Kinder in Hohenrain statt in der Nachbargemeinde zur Schule gehen.

Die Ottenhuser wehrten sich mit zwei Petitionen gegen diese Änderung. Sie begründeten ihren Widerstand damit, dass der Schulweg nach Ballwil kürzer sei als der nach Hohenrain und dass ihr kulturelles Leben nach Ballwil ausgerichtet sei. So gehörten die Ottenhuser Katholiken auch der Kirchgemeinde Ballwil an.

Im neuen Vertrag gewährt Ballwil Hohenrain auf den Schulkosten einen Rabatt. Die Schulkosten Hohenrains für die Ottenhuser Kinder werden kleiner. Für Ballwil hat diese Lösung gemäss Mitteilung den Vorteil, dass die Hohenrainer Beiträge nicht ganz wegfallen und die Schulräume ausgelastet bleiben.

Der Ballwil gewährte Rabatt wird von der katholischen Kirchgemeinde Ballwil mitfinanziert. Diese hatte befürchtet, dass sich Ottenhusen durch die neuen Schulwege vermehrt nach Hohenrain ausrichten könnte. (sda)


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