Fumetto: Zwei Preise für Belgischen Zeichner

COMIC ⋅ Der belgische Comic-Zeichner Thijs Desmet hat den Hauptpreis des Wettbewerbs am Comix Festival Fumetto 2015 in Luzern gewonnen. Zugleich erhält der 27-Jährige den Preis für eine besonders gekonnt aufgebaute Geschichte. Am Wettbewerb nahmen über 1000 Künstler teil.

07. März 2015, 00:02

«Übermorgen» lautete das Thema des Wettbewerbs, den Fumetto für das diesjährige Festival ausgeschrieben hat. 581 Zeichnerinnen und 450 Zeichner sandten Comics ein. Insgesamt gingen 1031 Arbeiten ein - so viele wie noch nie. Der jüngste Teilnehmer war sieben Jahre alt, der älteste 76. Alle Beiträge sind am neuntägigen Festival, das am Samstag beginnt und bis am 15. März dauert, ausgestellt.

Die Arbeit von Thijs Desmet aus dem belgischen Kruishoutem überzeugte die fünfköpfige Jury "aufgrund des visuell ansprechenden Stils in Kombination mit dem komplexen Aufbau der Story und der überraschenden Szenerie", heisst es in einer Mitteilung des Festivals.

Auf den zweiten Platz kam der Schweizer Pierre Dubois. Der Lausanner mit Jahrgang 1981 zeichnete in einem reduzierten Stil über den ewigen Kreislauf des Umgangs mit abweichenden Meinungen. Auf dem dritten Platz landete der 47-jährige Pole Grzegor Weiget.

Bei den jugendlichen Zeichnern schafften es ausschliesslich Schweizer Künstler in die ersten Ränge: Fatih Yagan (1999, Luzern), Gil Menziger (2000, Zürich) und Sonja Würsten (1997, Schattdorf UR). Star der Nachwuchszeichner bis 12 Jahre ist Carlo Frey (2005) aus Büsserach SO, vor Kurt Alexander Bridge (2002, Glattbrugg ZH) und Elias Bolanos (2003, Zürich).

Aufgrund der Vielzahl qualitativ guter Arbeiten vergab die Jury dieses Jahr auch einen Spezialpreis. Dieser ging an die Russin Nastya Martashova (1996) aus Moskau. Ihre Reife und die Vielfalt ihres Zeichenstils, der gekonnt mit dem Szenario korrespondiere, beeindruckte die Jury, wie es in der Mitteilung heisst.

Das internationale Comix-Festival Fumetto in Luzern zählt 9 Haupt- und 51 Satellitenausstellungen im ganzen Stadtgebiet. Schwerpunkt ist dieses Jahr eine Retrospektive des Comic-Künstlers Tardi. Der Franzose, der in vieler seiner Werke die beiden Weltkriege thematisiert, sind mehr als 350 noch nie gezeigte Originale zu sehen. An einer Podiumsdiskussion ist auch der tödliche Anschlag auf das Pariser Satire-Magazin "Charlie Hebdo" ein Thema.

 

sda


Login


 

Leserkommentare

Anzeige: