Erneut lauter Auftakt zur Luzerner Budgetdebatte

LUZERN ⋅ Die Luzerner Kantonsräte sind auch im Vorfeld der diesjährigen Budgetdebatte von mehreren hundert unzufriedenen Schülerinnen und Schüler begrüsst worden. «Opfert unsere Zukunft nicht auf dem Altar des Steuerwettbewerbs», forderten sie auf Transparenten.
30. November 2015, 08:59

Die Schülerinnen und Schüler waren vom Kapellplatz her der Reuss entlang und dann über den Reusssteg zum Regierungsgebäude gezogen. Mit Buhrufen, Pfiffen und dem Geschepper verschiedener zur Lärmerzeugung geeigneter Gegenstände taten sie den Kantonspolitikern kund, dass sie von deren Finanzpolitik nichts halten. Die Demo verlief friedlich und ohne Zwischenfälle.

  • Rund 500 Personen protestierten am Montagmorgen gegen die Sparpläne der Luzerner Regierung. (© Keystone / Alexandra Wey)
  • Die Schülerinnen und Schüler waren vom Kapellplatz ... (© Claudia Zanini / Neue LZ)
  • ... der Reuss entlang, (© Keystone / Alexandra Wey)

Die Luzerner Kantonsräte sind im Vorfeld der diesjährigen Budgetdebatte von mehreren hundert unzufriedenen Schülern begrüsst worden. Sie protestierten am Montag gegen die Sparpläne der Regierung.

Video: Demo vor der Spardebatte

Mehrere Hundert Schüler haben am Montagmorgen gegen die Sparpläne der Luzerner Regierung protestiert. (Tele 1, 30.11.2015)

Der Voranschlag 2016, den der Regierungsrat dem Parlament zur Genehmigung unterbreitet hat, sieht bei einem Gesamtaufwand von 3,7 Milliarden Franken ein Defizit von 19,8 Millionen Franken vor. Darin eingerechnet sind zahlreiche Massnahmen, die die Ausgaben drosseln und die Einnahmen erhöhen sollen.

Umstritten sind vor allem die Massnahmen, die das Sozialwesen und die Bildung, aber auch die Polizei betreffen. Bei der Bildung geht es etwa um höhere Schulgelder, Zwangsferien oder die Schliessung der Fachklasse Grafik.

Die Chancen der Schülerschaft, dass ihre Anliegen zumindest teilweise erhört werden, sind intakt. Die vorberatende Kommission beantragt dem Parlament, auf gewisse Entlastungsmassnahmen in der Bildung und in anderen Bereichen zu verzichten. sda/cza


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