Stadt Luzern erhält elektronische Busspur

STRASSENVERKEHR ⋅ In Luzern wird erstmals eine elektronische Busspur realisiert. Diese soll es den Bussen ermöglichen, den Stau auf der Spitalstrasse zu überholen. Der Stadtrat beantragt dazu dem Parlament einen Kredit von 3,1 Millionen Franken.

05. Januar 2016, 18:12

Auf der Achse Kreuzstutz-Kantonsspital-Rosenberg kommt es in den Stosszeiten regelmässig zu Staus. Der Stadtrat will in zwei Etappen die Situation für den öffentlichen Verkehr und die Velofahrer verbessern, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Bericht und Antrag an den Grossen Stadtrat hervorgeht.

Die erste Etappe umfasst die Etappe vom Kantonsspital bis zum Kreisel Kreuzstutz. Das Spital wird mit neuen Bushaltestellenstandorten direkter erschlossen. Zudem wird talwärts Richtung Kreuzstutz eine elektronische Busspur realisiert.

Wenn der Stau eine gewisse Länge erreicht hat, kann der Buschauffeur diese Busspur anfordern. Die in der Gegenrichtung verkehrenden Autos werden gestoppt, so dass die Gegenfahrbahn frei wird und der Bus den Stau überholen kann.

Oft über zehn Minuten verspätet

Gemäss Stadtrat erhalten die Busse heute zwischen dem Kantonsspital und dem Kreuzstutz Verspätungen von oft über zehn Minuten. Die Verlustzeiten könnten auf dem 400 Meter langen Abschnitt dank der elektronischen Busspur auf wenige Minuten reduziert werden.

Die Rotphase, während der der bergwärts vom Kreuzstutz Richtung Kantonsspital fahrende Verkehr gestoppt wird, dauert gemäss Stadtrat rund 70 Sekunden. Für bergwärts fahrende Velos wird ein Rad-Gehweg erstellt. Dazu wird das Trottoir verbreitert. Talwärts wird ein neuer Radstreifen erstellt, und das Trottoir wird verschmälert.

Die Realisierung einer baulichen und permanenten Busspur hat der Stadtrat aus Kostengründen verworfen. Elektronische Busspuren gibt es in der Schweiz noch nicht viele. Die neuste Anlage sei 2015 in Zug in Betrieb genommen worden, schreibt der Stadtrat.

Die Massnahmen sollen ab Sommer 2016 realisiert werden. Die Kosten werden auf 3,1 Millionen Franken veranschlagt. Der Bund wird davon via Agglomerationsprogramm 0,9 Millionen Franken übernehmen.

Hinweis: Funktioniert die Busspur in Zug oder nicht? Lesen Sie dazu den Artikel in der Neuen Zuger Zeitung vom 15. Juni.

Der Stadtrat will den Bus auf der Spitalstrasse Richtung Kreuzstutz während der Stosszeiten mit einer elektronischen Busspur beschleunigen. Damit werden auch die Voraussetzungen geschaffen, um das Busangebot auszubauen. (Tele 1, 05.01.2016)

(sda)

Der Stadtrat will den Bus auf der Spitalstrasse Richtung Kreuzstutz während der Stosszeiten mit einer elektronischen Busspur beschleunigen. Damit werden auch die Voraussetzungen geschaffen, um das Busangebot auszubauen. (Tele 1, 05.01.2016)




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