Ebikon will seine Fasnacht aufwerten

2017 ⋅ Nach der Abschaffung des «Nasesamschtigs» wurde es etwas ruhig um die Ebikoner Fasnacht. Das soll sich nun ändern.

02. Dezember 2016, 05:00

Wenn das ganze Dorf eine rote Nase trägt, dann wird in der Gemeinde Ebikon der «Nasesamschtig» gefeiert – oder besser wurde gefeiert, bis vor zwei Jahren. Denn der legendäre Fasnachtssamstag wird seit 2014 nicht mehr durchgeführt. Damit gleichwohl in Ebikon ein fasnächtlicher Höhepunkt stattfindet, hat sich das Organisationskomitee Äbiker Wageborg einen neuen Anlass auf dem Pfarreiheimplatz ausgedacht.

Erstmals wird nun am Freitag nach dem Schmutzigen Donnerstag auf dem Pfarreiheimplatz eine Arena für die Fasnächtler errichtet. OK-Präsident und Initiant Reto Wymann: «Die Formationen, die mit einem Wagen mit Ausschank kommen, arbeiten auf eigene Rechnung. Sie können mit den Einnahmen ihre Kassen aufpolieren», erklärt Wymann. Was die Gruppen den Festbesuchern anbieten, ist ihnen überlassen. Sie seien frei in der Sortimentswahl. Doch totale Narrenfreiheit gebe es trotzdem nicht, die Vorschriften punkto Alkoholausschank gelten auch an diesem Anlass, so Wymann. Die geplante Bühne ist für die Auftritte der Guuggen vorgesehen. Und das Festzelt mit Barbetrieb für die Kleinformationen.

Doch wie kam es überhaupt zu solch einer Idee? Initiant Wymann: «Wir hatten schon länger die Idee, wieder ein fasnächtliches Zentrumsfest zu organisieren.» Geplant sei ein Anlass, der für Gruppen und Vereine attraktiv sei und den diese einzeln gar nicht stemmen könnten, da der Aufwand zu gross wäre. Der Anlass müsse selbsttragend sein –und wenn das klappe, stehe einer Wiederholung wohl kaum etwas im Wege, so Wymann und fügt an: «Damit wäre der Nasesamschtig gebührend ersetzt.»

Zweiter Umzug zur Äbiker Wageborg

Aktuell richtet sich das OK an Fasnachtsgruppen und klärt ab, wie das Interesse ist, mit dabei zu sein und wie sie sich präsentieren wollen. Geplant ist auch, dass neben dem bisherigen Fasnachtsumzug der Rotsee-Zunft ein zweiter Umzug am Fasnachtsfreitag vom Gemeindehaus Richtung Festplatz organisiert wird. Nebst Wymann wirken auch Michael Bass, Remo Bucher, Gemeindepräsident Daniel Gasser und Gemeinderat Hans Peter Bienz mit. «Nach der Startphase werden Hans Peter Bienz und ich seitens der Gemeinde aus dem Organisationskomitee ausscheiden», so Daniel Gasser. Dass ein solcher Anlass auf grosses Interesse stossen wird, davon ist Gasser heute aber schon überzeugt. «Gemeindeanlässe wie etwa die Chilbi oder der Räbeliechtliumzug verbinden. Das war auch am Sami­chlausauszug vom letzten Samstag zu beobachten, da waren an die 600 Personen anwesend», so Gasser.

Dass Gasser und Bienz als Gemeindevertreter im OK Starthilfe leisten, kommt nicht von ungefähr. Denn beide sind, wie sie selber von sich sagen, «angefressene Fasnächtler».

Hinweis

Gruppen können sich noch bis 12. Dezember anmelden unter: retowymann@bluewin.ch

Sandra Monika Ziegler


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